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Verlagsgruppe Weltbild pleite: Kirche wehrt sich gegen Kritik am Vorgehen


Sorge um Steuergeld  

Kirche wehrt sich gegen Vorwürfe nach Weltbild-Pleite

13.01.2014, 13:41 Uhr | rtr, t-online.de

Verlagsgruppe Weltbild pleite: Kirche wehrt sich gegen Kritik am Vorgehen. Der Kapitalbedarf beim insolventen Weltbild-Verlag habe die Kirche als Eigentümer überrascht, sagte der Münchner Erzbischof Reinhard Marx (Quelle: imago/Steinach)

Der Kapitalbedarf beim insolventen Weltbild-Verlag habe die Kirche als Eigentümer überrascht, sagte der Münchner Erzbischof Reinhard Marx (Quelle: imago/Steinach)

Die katholische Kirche wehrt sich gegen Schuldzuweisungen bei der Pleite ihres Verlags- und Buchhandelskonzerns Weltbild. Weitere Geldspritzen habe man nicht verantworten können. Unterdessen hat sich Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz der Belegschaft vorgestellt - er hatte bereits die Drogerie-Kette Schlecker abgewickelt.

Weltbild hatte am Freitag einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht am Firmensitz in Augsburg gestellt, nachdem die deutschen Bistümer und die Hausbanken dem Unternehmen mit 6300 Beschäftigten den Geldhahn zudrehten.

"Verantwortung für Kirchensteuerzahler"

"Wir konnten es als Gesellschafter nicht verantworten, auf absehbare Zeit dreistellige Millionensummen aus Kirchensteuermitteln zu investieren", sagte der Münchner Erzbischof, Kardinal Reinhard Marx, der "Süddeutschen Zeitung". Der Weltbild-Verlag hatte zuletzt mit hohen Verlusten zu kämpfen.

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"Wir sind überrascht worden von dem Kapitalbedarf", sagte Marx. Die Kirche stehe "in Verantwortung für die Mitarbeiter, aber wir haben auch Verantwortung für die Kirchensteuerzahler". Die Eigentümer hatten zuletzt mangels Käufern versucht, Weltbild in eine Stiftung zu überführen.

Insolvenzverwalter: Nichts zu beschönigen

Nachdem das Geschäft aber im zweiten Halbjahr 2013 unerwartet schlecht gelaufen war, scheiterte dieser Vorstoß. Nach Unternehmensangaben wollten Eigner und Kreditgeber überraschend kein Geld mehr zuschießen.

Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz sagte vor den Mitarbeitern, es gebe zur Lage des Unternehmens nichts zu beschönigen. Aber auch die Guthabenseite sei nicht leer, hieß es nach Berichten von Teilnehmern. Weltbild sei eine gute Marke und habe treue Kunden.

"Bischöfe können keine Unternehmer sein"

Kardinal Marx räumte auch Fehler bei der Unternehmensführung ein. "Uns war klar, dass Bischöfe keine Unternehmer sein können", sagte er. Daher hätte es eine neue Gesellschafterstruktur und "professionelle Medienexperten von außen" als Geschäftsführer geben sollen.

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