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Kritik an geringer Strafe: Bierkartell kostet Verbraucher über 400 Millionen Euro


Kritik an geringer Strafe  

Bierkartell kostet Verbraucher über 400 Millionen

14.01.2014, 18:24 Uhr | AFP , t-online.de

Kritik an geringer Strafe: Bierkartell kostet Verbraucher über 400 Millionen Euro. Namhafte deutsche Brauereien haben ihre Preise abgesprochen - zum Schaden der Kunden (Quelle: dpa)

Namhafte deutsche Brauereien haben ihre Preise abgesprochen - zum Schaden der Kunden (Quelle: dpa)

Die Bierbrauer mauscheln, und die Zeche dafür zahlen offenbar die Kunden: Die verbotenen Preisabsprachen der Unternehmen haben die Verbraucher nach Berechnungen der Verbraucherzentrale Hamburg pro Jahr mehr als 400 Millionen gekostet. "Der Verbraucher bleibt wieder einmal der Dumme", sagte eine Verbraucherschützerin der "Bild"-Zeitung. Die vom Kartellamt verhängte Strafe sei deutlich zu niedrig ausgefallen.

Den Kunden sei jährlich ein Schaden von 432 Millionen Euro entstanden, sagte Verbraucherschützerin Silke Schwartau dem Blatt. Vor diesem Hintergrund seien die Bußgelder in Höhe von insgesamt 106,5 Millionen Euro viel zu gering, bemängelte Schwartau.

Schaden für Verbraucher deutlich höher als Strafgelder

"Die Strafgelder betragen noch nicht einmal ein Viertel der jährlichen Kunden-Abzocke." Das sei so nicht hinnehmbar und zeige abermals, dass Kartelle unter dem Strich immer ein lohnendes Geschäft seien. "Der Verbraucher bleibt wieder einmal der Dumme", sagte die Expertin der Zeitung.

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Damit die Konsumenten überhaupt irgendwie entschädigt werden, sollten die Kartellstrafen den Verbraucherzentralen für ihre Arbeit zugute kommen, forderte Schwartau. Derzeit sähen diese aber nichts von dem Geld.

Ermittlungen gegen zwei Konzerne laufen noch

Das Kartellamt hatte das Bußgeld am Montag gegen fünf Brauereien verhängt: Bitburger, Krombacher, Veltins, Warsteiner und die westfälische Privatbrauerei Barre. Gegen zwei weitere Brauereikonzerne sowie gegen vier regionale Brauereien in Nordrhein-Westfalen wird noch ermittelt. Die betroffenen Firmen können noch Einspruch gegen den Bußgeldbescheid einlegen.

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