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Opel hat das Schlimmste hinter sich


Ex-GM-Chef Akerson prophezeit  

Opel hat das Schlimmste hinter sich

23.01.2014, 14:16 Uhr | AFP, dpa-AFX

. Ein Astra im Opel-Stammwerk in Rüsselsheim  (Quelle: dpa)

Ein Astra im Opel-Stammwerk in Rüsselsheim (Quelle: dpa)

Ex-General-Motors-Chef Dan Akerson sieht die europäische GM-Tochter Opel auf einem guten Weg. Zwar macht Opel noch immer Verluste. Zuletzt wurde das Minus aber immer kleiner - auch, weil das Unternehmen die Kosten abgebaut habe, sagte der im Januar ausgeschiedene GM-Chef dem "Handelsblatt". Weitere tiefe Einschnitte stünden nicht bevor: "Auf einer Skala von eins bis zehn sind wir derzeit bei sieben oder acht. Der schlimmste Teil liegt hinter uns."

Opel könne sich nun auf den Markt konzentrieren. Wenn der Autobauer in den nächsten Jahren noch ein oder zwei Prozentpunkte Marktanteil gewinne, werde die Kostenstruktur wettbewerbsfähig: "Opel wird die Kurve kriegen und Mitte des Jahrzehnts schwarze Zahlen schreiben." 2013 hatten Opel und die britische Schwestermarke Vauxhall ihren Marktanteil in Europa erstmals seit 14 Jahren wieder leicht auf 5,6 Prozent ausgebaut. Notwendige Kosteneinsparungen seien zu 70 bis 80 Prozent umgesetzt, 2015 rechne er deshalb wieder mit schwarzen Zahlen bei der seit Jahren defizitären GM-Tochter, sagte Akerson.

Der seit März 2013 amtierende Opel-Chef Karl-Thomas Neumann ist nach Akersons Worten "einer der besten Leute, die ich in meiner Zeit bei GM angestellt habe". Gleiches gelte für Stefan Jacoby, der bei der Konzernmutter als Chef des internationalen Geschäfts tätig ist.

Kampfansage an VW

Obwohl General Motors bei den Verkaufszahlen auf einer Stufe mit Volkswagen steht, sieht Akerson das Unternehmen bei der Produktionsstrategie erst in fünf bis sechs Jahren in Schlagdistanz zu den Wolfsburgern. Seine Nachfolgerin Mary Barra müsse Komplexität aus dem US-Konzern herausnehmen und etwa die Zahl der Plattformen reduzieren, sagte Akerson dem Blatt: "Am Ende des Jahrzehnts werden wir es mit Volkswagen oder Toyota aufnehmen können."

Angesichts von 9,7 Millionen verkauften Autos im vergangenen Jahr klingt das nach einer Kampfansage in Richtung Volkswagen (VW). Die Niedersachsen wollen 2018 die weltweite Nummer eins unter den Autobauern werden. Derzeit liegt Toyota noch an der Spitze. "VW ist gut in Modulen, die sie in der Produktion für sehr billige und etwas teurere Autos verwenden", sagte Akerson. So eine Baukastenstrategie habe GM lange abgelehnt: "Aber die Einsparungen im Einkauf sind groß."

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