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Konjunktur bessert sich: US-Notenbank dreht den Geldhahn weiter zu


Konjunktur bessert sich  

US-Notenbank dreht den Geldhahn weiter zu

29.01.2014, 21:15 Uhr | dpa-AFX, dpa, t-online.de

Die US-Notenbank Fed fährt ihr milliardenschweres Anleihen-Kaufprogramm zur Stützung der Konjunktur weiter zurück. Grund ist die wirtschaftliche Erholung. Die US-Börsen gerieten nach der Entscheidung unter Druck.

Die monatlichen Käufe von langfristigen Staatsanleihen und Immobilienpapieren werden zum zweiten Mal in Folge um zehn Milliarden Dollar reduziert, teilte die Federal Reserve (Fed) mit. Der Leitzins hingegen bleibt auf dem historischen Tiefstand zwischen Null und 0,25 Prozent.

Die Anleihekäufe sinken damit von insgesamt 75 auf 65 Milliarden Dollar (47,5 Milliarden Euro) pro Monat. Experten hatten damit gerechnet, da der scheidende Notenbank-Chef Ben Bernanke dieses schrittweise Vorgehen im vergangen Monat angedeutet hatte. Es war die letzte Sitzung des Fed-Offenmarktausschusses unter seiner Leitung. Am 1. Februar übernimmt seine bisherige Vize Janet Yellen den Vorsitz.

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Fed will Leitzins weiter nahe Null halten

Die Notenbank erklärte, dass es wahrscheinlich erst einmal bei den Niedrigzinsen bleibe, selbst wenn die Arbeitslosenquote unter den Zielwert von 6,5 Prozent falle. Derzeit beträgt sie 6,7 Prozent. Die Lage auf dem Jobmarkt verbessere sich weiter, sei insgesamt aber noch wechselhaft. Für eine Zinsanhebung müssten auch andere Faktoren sprechen, vor allem die Inflationsrate. Die liegt derzeit unter dem Zielwert von 2,0 Prozent. 2013 betrug sie aufs Jahr gerechnet 1,5 Prozent. Der Leitzins befindet sich seit Ende 2008 auf dem Rekordtief.

Auf die Probleme der Schwellenländer ging die Fed, die allein der US-Konjunktur verpflichtet ist, in ihrer Mitteilung nicht ein. Weil sie ihre Flut des billigen Geldes langsam drosselt, ziehen Investoren in großem Maßstab Mittel aus den Regionen ab, die in den vergangenen Jahren von der Liquiditätsschwemme profitiert hatten. Allein die Aussicht auf einen Schwenk in Washington hatte im letzten Jahr für Turbulenzen an den Finanzmärkten der Schwellenländer gesorgt.

Einen festen Zeitplan zur Drosselung gibt es nicht

Experten erwarten, dass die als "Tapering" bezeichnete Drosselung auch in den kommenden Monaten weitergeht. Bernanke hatte im Dezember lediglich gesagt, die Anleihekäufe könnten künftig mit angemessener Geschwindigkeit weiter reduziert werden, wenn die wirtschaftliche Entwicklung nicht gestört werde. Dafür gebe es aber keinen festen Zeitplan. Eine Verlangsamung oder Beschleunigung sei auch möglich.

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