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Daimler-Vorstand Andreas Renschler darf nicht zur Konkurrenz wechseln

Ansage von Zetsche  

Renschler darf nicht zur Konkurrenz wechseln

30.01.2014, 13:54 Uhr | Martin Murphy, Handelsblatt

Daimler-Vorstand Andreas Renschler darf nicht zur Konkurrenz wechseln. Andreas Renschler (links) mit Konzernchef Dieter Zetsche (Quelle: dpa)

Andreas Renschler (links) mit Konzernchef Dieter Zetsche (Quelle: dpa)

Der scheidende Daimler-Vorstand Andreas Renschler muss sich in Geduld üben, bevor er bei einem Konkurrenten anheuern kann. „Ein Wechsel zu einem Wettbewerber ist auf absehbare Zeit ausgeschlossen“, sagte Vorstandschef Dieter Zetsche dem Handelsblatt am Rande einer Veranstaltung des  Branchenverbands VDA. Renschler hatte am Dienstag überraschend seinen Rückzug bei Daimler angekündigt. Seitdem wird über einen möglichen Wechsel zu Volkswagen (VW) spekuliert.

Idealer Kandidat für VW-Job

Bei dem Wolfsburger Konzern könnte der 55-Jährige die Führung über die Lkw-Sparte übernehmen, die dringend konsolidiert werden muss. Die VW-Töchter Scania und MAN arbeiten bislang eigenständig, eine nötige Konsolidierung kommt nicht voran. Der bisherige Vorstand für die Nutzfahrzeuge, Leif Östling, gilt daher firmenintern als angezählt.

Renschler wäre aus Sicht von Branchenexperten der ideale Kandidat für den Posten. Von 2004 bis 2013 hatte er die Lkw-Sparte von Daimler geführt und die Rentabilität des Marktführers deutlich verbessert. Konzernkreisen zufolge hat ihn die VW-Führung bereits auf einen möglichen Wechsel angesprochen, ein Vertragsangebot liege indes nicht vor.

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Zwölf Monate Konkurrenzverbot

Laut Vertrag darf Renschler für zwölf Monate nicht zur Konkurrenz wechseln. Allerdings könnte der Aufsichtsrat von Daimler auf diese Option verzichten und ihm einen Wechsel zu Volkswagen erlauben. Dazu wird es aber wohl nicht kommen, wie Zetsche deutlich machte.

Mit seinem Ausstieg verliert Zetsche einen Schlüsselspieler im Vorstand. Renschler war für die Ausarbeitung und die Umsetzung eines Sparprogramms verantwortlich, mit dem die Kosten der Pkw-Sparte um zwei Milliarden Euro gesenkt werden sollen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die Mitarbeiter auf Privilegien verzichten müssen. Da Renschler das Vertrauen der Betriebsräte genießt, wurde ihm die Umsetzung dieser Aufgaben am besten zugetraut.

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