Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > News > Eigene >

Christoph Schmidt warnt Verbraucher vor Kaufrausch


Wirtschaftsweise schlägt Alarm  

Christoph Schmidt warnt Verbraucher vor Kaufrausch

11.02.2014, 11:36 Uhr | T-Online.de, dpa

. Christoph Schmidt, Chef der Wirtschaftsweisen (Quelle: imago images)

Christoph Schmidt, Chef der Wirtschaftsweisen (Quelle: imago images)

Die Deutschen befinden sich in einem Kaufrausch, denn die niedrigen Zinsen machen ein Sparen fast unmöglich - dann doch lieber das Geld raushauen und das Leben genießen, denken sich viele. Doch jetzt schlägt der Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, Christoph Schmidt, Alarm. Es sei "gefährlich, wenn das Geld nur in den heutigen Konsum fließt und quasi verjubelt wird. Dann fehlt es im Alter", sagte Schmidt der "Bild"-Zeitung.

Die Sparquote der privaten Haushalte lag nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2013 bei zehn Prozent und war damit so niedrig wie seit 2001 nicht mehr. Sie sinkt laut Schmidt vorwiegend, weil die Deutschen ihr Geld anders anlegen oder in Immobilien investieren. Das sei auch eine gute Anlagemöglichkeit zur Altersvorsorge. Doch eine Gefahr liege in einer vermehrten Investition in Konsum, sagte der Experte.

Der Ökonom vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung forderte die Verbraucher auf, mehr Geld auf die hohe Kante zu legen. Auf die Frage, ob die Deutschen mehr sparen müssten, sagte Schmidt: "Mit Blick auf die Altersvorsorge: Ja. Will man im Alter den gleichen Kapitalertrag haben, ist bei dem wohl für noch einige Zeit niedrigeren Zinsniveau ein höheres Sparguthaben erforderlich."

Anzeige
Aktuelle Stellenangebote
Stellenangebote

Wählen Sie die gewünschte Branche aus:


Leitzins-Senkung bringt nicht viel

Schmidt warnte die Europäische Zentralbank (EZB) davor, den Leitzins weiter zu reduzieren. "Eine weitere Leitzins-Senkung hätte kaum direkte ökonomische Wirkungen. Sie wäre ein rein psychologisches Signal an die Märkte, dass die EZB nicht untätig ist", sagte der Wissenschaftler dem Blatt. Die Inflationsrate in Deutschland werde in diesem Jahr "voraussichtlich etwas über 1,5 Prozent liegen". Im Januar spielten immer viele Sonderfaktoren eine Rolle, beispielsweise Gesetzesänderungen, so der Experte im Gespräch mit der "Bild".

Die Gefahr einer Deflation sieht der Wirtschaftsweise hingegen nicht, auch weiter sinkende Preise seien nicht zu erwarten - im Januar sind sie um durchschnittlich 0,6 Prozent gesunken.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
MagentaTV jetzt 1 Jahr inklusive erleben!*
hier Angebot sichern
Anzeige
Die neuesten Technik-Trends: Mieten ist das neue Kaufen
OTTO NOW entdecken
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal