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BER: Hartmut Mehdorn entlässt Chefplanerin Regina Töpfer


Hauptstadtflughafen Berlin-Brandenburg  

BER-Flughafenchef Mehdorn entlässt Chefplanerin

12.02.2014, 13:07 Uhr | t-online.de

BER: Hartmut Mehdorn entlässt Chefplanerin Regina Töpfer. Flughafenchef Hartmut Mehdorn greift durch (Quelle: dpa)

Flughafenchef Hartmut Mehdorn greift durch (Quelle: dpa)

Zwar rollen am neuen Hauptstadtflughafen noch keine Flugzeuge über die Startbahn, dafür rollen aber Köpfe. Geschäftsführer Hartmut Mehdorn greift wieder durch und hat die Chefplanerin, Regina Töpfer, bereits in der Probezeit wieder entlassen. Für den Bau des Flughafens dürfte das ein weiterer Rückschlag sein. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ).

Eigentlich sollte Töpfer das Pannenprojekt zu Ende bauen, doch Mehdorn schien mit der Arbeit der 46-Jährigen Bauingenieurin nicht zufrieden zu sein. Wie aus Branchenkreisen zu vernehmen sei, habe sie die hohen Erwartungen des Flughafenchefs nicht erfüllen können, berichtet die "FAZ". Ihr Vertrag sei deshalb nicht über die Probezeit hinaus verlängert worden.

Töpfer hatte im Herbst übernommen, nachdem das Zerwürfnis zwischen Mehdorn und dem damaligen technischen Geschäftsführer Horst Amann nicht mehr zu kitten war. Der Bauingenieur war im August 2012 als großer Hoffnungsträger vom Flughafen Frankfurt nach Berlin gekommen, um das Milliardenprojekt aus der Krise zu führen.

Kurz nach dem Amtsantritt Mehdorns als neuer Flughafenchef im März 2013 kam es aber zum Streit über die Strategie für das Milliardenprojekt. Mehdorn forderte mehrfach, Amann rauszuwerfen. Töpfer war bis zu ihrer Installierung als Chefplanerin für den Arbeitsschutz zuständig.

Zeitplan gefährdet?

Wie es auf der Baustelle nun weitergehen wird steht noch nicht fest, denn es fehlt der Zeitung zufolge ein entsprechender Nachfolger. Daher scheint es fraglich, ob Mehdorn sein Ziel, die Bauarbeiten zum Jahresende zum Abschluss zu bringen, wirklich erfüllen kann.

"Wir gehen davon aus, dass wir bis Jahresende zu einem weitgehenden Bauende kommen", sagte er im Januar im Flughafen-Sonderausschuss des Brandenburger Landtags. Anschließend seien noch umfangreiche TÜV-Abnahmen und Genehmigungen notwendig, deren Dauer noch nicht absehbar seien. Die Sanierung der Nordbahn soll im Juli beginnen und in fünf Monaten abgeschlossen werden. Im selben Monat sollen zudem Testflüge mit bis zu zehn Maschinen täglich vom Nordpier beginnen.

Flughafensprecher Ralf Kunkel wollte der "FAZ" keine Stellungnahme abgeben.

Kosten steigen ins Unermessliche

Fest steht jedenfalls, dass das Projekt für die Steuerzahler immer teurer wird. Die Flughafengesellschaft selbst geht inzwischen von Kosten von mehr als 4,7 Milliarden Euro aus. Das genehmigte Budget liegt bei rund 4,3 Milliarden. In der Summe drohe damit eine Finanzierungslücke von insgesamt knapp 700 Millionen Euro.

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