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Arbeitsmarkt Deutschland: Sigmar Gabriel rechnet mit Beschäftigungsrekord


Beschäftigungsrekord erwartet  

Bei den Jobs hängt der Osten den Westen ab

12.02.2014, 22:09 Uhr | t-online.de - sia, mit Material von dpa-AFX

Arbeitsmarkt Deutschland: Sigmar Gabriel rechnet mit Beschäftigungsrekord. Die Experten des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln haben die Veränderung der Arbeitslosenquote bundesweit zwischen 2008 bis 2013 unter die Lupe genommen (Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft Köln)

Die Experten des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln haben die Veränderung der Arbeitslosenquote bundesweit zwischen 2008 bis 2013 unter die Lupe genommen (Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft Köln)

Top-Prognose für den deutschen Arbeitsmarkt: Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) rechnet laut dem neuen Jahreswirtschaftsbericht der Regierung für 2014 mit einem neuen Beschäftigungsrekord. Eine aktuelle Studie kommt darüber hinaus zu dem überraschenden Ergebnis: Beim Schaffen neuer Arbeitsplätze schlägt der Osten den Westen. Die Analyse zeigt, in welchen Landkreisen die Arbeitslosigkeit seit 2008 besonders stark schrumpfte und wo sie deutlich kletterte.

Das Wirtschaftswachstum der vergangenen Jahre habe für neue Jobs gesorgt und die Arbeitslosenzahl kräftig sinken lassen - und zwar von 2008 bis 2013 um 308.000, erklären die Experten des Instituts für die deutsche Wirtschaft (IW) in Köln.

Unterschiedliche Entwicklung am Arbeitsmarkt

Zugleich gab es 1,8 Millionen beziehungsweise 6,6 Prozent mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Allerdings habe sich der Arbeitsmarkt in Ost und West zum Teil sehr unterschiedlich entwickelt.

Während die Arbeitslosenquote laut der Analyse in den alten Bundesländern in dem Zeitraum im Schnitt nur um 0,4 Prozentpunkte auf 6,0 Prozent sank, rutschte sie im Osten um 2,8 Punkte auf 10,3 Prozent.

Abzug aus dem Osten hält an

Eine Erfolgsmeldung sei das allerdings nur bedingt, da die Zahl der Beschäftigten im Osten nur um 3,6 Prozent und damit deutlich geringer geklettert ist als im Bundesdurchschnitt. Der Grund dafür sei, dass noch immer viele Menschen im erwerbstätigen Alter Ostdeutschland den Rücken kehrten – von 2008 bis 2012 mehr als 130.000 (ohne Berlin).

Den stärksten Rückgang der Arbeitslosigkeit im Vergleich aller deutschen Städte und Landkreise verzeichnet nach den Angaben Ostprignitz-Ruppin im Nordwesten von Brandenburg. Dort leben fast 102.000 Menschen.

In dem Landkreis und auch im thüringischen Kyffhäuserkreis lagen die Arbeitslosenquoten im vergangenen Jahr um 5,5 Prozentpunkte unter denen von 2008, nämlich bei 10,4 Prozent. Die Brandenburger profitierten vor allem von ihrer verkehrsgünstigen Lage an der Autobahn zwischen Berlin und Hamburg, schreiben die Studienautoren.

Mittelstand als Jobmotor

Die dort ansässigen Firmen - darunter Betriebe der Automobilbranche, der Metallindustrie sowie der Kunststoffverarbeitung - hätten zuletzt für einen deutlichen Stellenaufbau gesorgt.

In den westdeutschen Regionen hingegen hat sich der Untersuchung zufolge, anders als im gesamtdeutschen Schnitt, die Situation eingetrübt. Vor allem einige Städte und Kreise Nordrhein-Westfalens und des Saarlands kämpften noch mit dem wirtschaftlichen Strukturwandel in den früheren Kohle- und Stahlregionen.

Trübe Aussichten im Ruhrgebiet

In Herne und Remscheid etwa stieg die Arbeitslosigkeit von 2008 bis 2013 um einen Prozentpunkt auf 13,7 beziehungsweise 9,3 Prozent. Und der Landkreis Neunkirchen im Saarland leidet gemäß der Studie ebenfalls unter einem der bundesweit stärksten Anstiege der Arbeitslosigkeit, genauer: um einen Prozentpunkt auf acht Prozent in dieser Zeit.

Eine uneinheitliche Entwicklung machten die Experten hingegen im Süden der Bundesrepublik aus. In Baden-Württemberg hielt sich demnach die Erwerbslosenquote im Jahr 2013 mit durchschnittlich 4,1 Prozent auf fast demselben Niveau wie 2008, die absolute Zahl der Jobsuchenden zog sogar leicht an.

Die Arbeitslosenquote in Bayern ging dagegen um fast einen halben Prozentpunkt auf 3,8 Prozent nach unten. Ursache dafür sei der aktuelle Aufschwung in den zuvor wirtschaftlich relativ schwachen Regionen Oberfranken, Oberpfalz und Niederbayern.

Beschäftigung soll 2014 neuen Höchststand erreichen

An diesem Mittwoch ist derweil der Jahreswirtschaftsbericht im Bundeskabinett verabschiedet worden. Nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" prognostiziert Gabriel darin erneut einen Höchststand bei der Beschäftigung.

Demnach werde für das Jahr 2014 mit 42,1 Millionen Erwerbstätigen gerechnet. Mit durchschnittlich 41,8 Millionen Beschäftigten hatte es bereits 2013 das siebte Jahr in Folge einen neuen Rekord gegeben.

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