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Starbucks-Strafzahlung hilft Milka, Jacobs und Co.


Sprung bei Quartalsgewinn  

Starbucks-Strafzahlung hilft Milka, Jacobs und Co.

13.02.2014, 16:32 Uhr | dpa , t-online.de

. Starbucks musste Mondelez Milliarden zahlen, weil es einen Vertrag vorzeitig gekündigt hatte (Quelle: imago/Rüdiger Wölk)

Starbucks musste Mondelez Milliarden zahlen, weil es einen Vertrag vorzeitig gekündigt hatte (Quelle: imago/Rüdiger Wölk)

Der Gewinn des US-Lebensmittelkonzerns Mondelez International (früher: Kraft Foods) im Schlussquartal 2013 liest sich stattlich: 1,8 Milliarden Dollar (1,3 Milliarden Euro). Aufgehübscht wurde die Bilanz allerdings erst durch den Empfang einer Strafzahlung vom Konkurrenten Starbucks.

Dank des Geldsegens stieg der Gewinn im Schlussquartal von unter dem Strich 569 Millionen Dollar auf annähernd 1,8 Milliarden Dollar (1,3 Milliarden Euro), wie Mondelez mitteilte. Das Unternehmen steckt hinter Markenprodukten wie Milka-Schokolade, Jacobs-Krönung-Kaffee oder Philadelphia-Frischkäse.

Die Mondelez-Vorgängergesellschaft Kraft Foods hatte seit 1998 in Lizenz Starbucks-Kaffee hergestellt und in Supermärkten vertrieben. Starbucks kündigte die Zusammenarbeit jedoch Ende 2010 auf und nahm das Geschäft in die eigenen Hände.

Starbucks musste 2,8 Milliarden Dollar Schadenersatz zahlen

In der Folge entbrannte ein Streit darüber, ob Starbucks einen Ausgleich zahlen müsse. Ein Schlichter gestand Mondelez im November fast 2,8 Milliarden Dollar (2,1 Milliarden Euro) Schadenersatz zu, wodurch der Gewinn netto um 1,6 Milliarden Dollar (rund 1,2 Milliarden Euro) aufpoliert wurde.

Ohne diese Extrazahlung hätte der Konzern deutlich weniger verdient als im Vorjahreszeitraum. "Wir sind enttäuscht, dass unser Ergebnis unter den ursprünglichen Erwartungen von uns und unseren Aktionären lag", erklärte Firmenchefin Irene Rosenfeld am Sitz in Deerfield im Bundesstaat Illinois. "Wir tun alles dafür, dass wir unsere Ergebnisse 2014 und darüber hinaus verbessern." Dazu sollen "aggressive Kostensenkungen" beitragen.

Rosenfeld sprach von einem weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Umfeld, in dem sich das Unternehmen bewege. So litt Mondelez zuletzt unter anderem unter niedrigen Kaffeepreisen im Supermarkt-Regal. Der Umsatz im Schlussquartal stagnierte bei 9,5 Milliarden Dollar. Im Gesamtjahr fiel das Wachstum nicht viel besser aus. Entsprechend unzufrieden waren die Anteilseigner. Die Aktie fiel nachbörslich um zwei Prozent.

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