Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > Aktien >

Ausblick bis 2015: Mittelfristig geht die Börsenrally weiter


Börsenausblick  

Mittelfristig geht die Börsenrally weiter

17.02.2014, 12:29 Uhr | dpa-AFX, t-online.de

Ausblick bis 2015: Mittelfristig geht die Börsenrally weiter. Der Anleger zwischen Bulle und Bär, die Symbole für steigende und fallende Aktienkurse (Quelle: imago images)

Der Anleger zwischen Bulle und Bär (Quelle: imago images)

Das Börsenjahr 2014 ist noch jung, doch schon kommen erste Ausblicke für 2015. So erwartet beispielsweise die Fondsgesellschaft Fidelity, dass der seit Herbst 2011 anhaltende Aufwärtstrend sich im nächsten Jahr fortsetzt. Das laufende Jahr könnte am Aktienmarkt allerdings schwierig werden - wenn auch zwischenzeitlich nochmals neue Allzeit-Rekorde winken.

Aktuell herrscht gute Stimmung am Aktienmarkt. Doch Anleger sollten sich davon nicht täuschen lassen, warnt Analyst und Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner in seiner aktuellen Studie. Die gute Laune am Markt wäre nur bei einer gleichzeitigen Aufbruchstimmung positiv zu werten. Genau das sei derzeit aber nicht der Fall.

Im Gegenteil: Die Kombination aus positiver kurzfristiger Stimmung und negativer Grundüberzeugung sei ungesund, schreibt Hübner. Ein ähnliches Bild habe es Ende November sowie Ende Dezember gegeben, jeweils gefolgt von einer spürbaren Korrektur.

Deutlicher Rücksetzer wird erwartet

Dieses Mal könnte es einen noch deutlicheren Rückschlag geben, gibt der Experte zu bedenken. Diese Einschätzung begründet Hübner mit dem verschlechterten strategischen Bias mehrerer Aktienmärkte, allen voran Japan. Zudem drehe die Risikoneigung, die Anleger wollten künftig also vorsichtiger agieren, und mit Blick auf die Zusammensetzung der Portfolios entwickele sich die Stimmung zunehmend in Richtung Anleihen.

All das schließt laut Hübner allerdings ein finales Überschießen des DAX auf über 10.000 Punkte nicht aus. Darauf verlassen sollten sich der Anleger jedoch nicht mehr. Wichtig sei nun, die laufende Top-Bildung bei Aktien als solche zu erkennen und die strategische Positionierung entsprechend anzupassen. Kürzerfristig engagierte Aktien-Anleger sichern dazu teilweise ihre Gewinne oder kaufen als Absicherung Put-Scheine hinzu, die bei sinkenden Kursen profitieren.

Nach Korrektur gute Einstiegs-Chance

Eine weitere Marktkorrektur bietet für Jeff Hochman, Leiter der technischen Analyse bei Fidelity Worldwide Investment, allerdings eine sehr gute Einstiegs-Chance, denn schon ab dem Jahr 2015 dürfte der langfristige Aufwärtstrend an den Aktienmärkten weitergehen. Für das laufende Jahr erwartet er hingegen keine großen Kurssprünge.

"Obwohl die Aktienmärkte dieses Jahr eine kleine Pause einlegen könnten, sollte sich aus technischer Sicht die Aktienhausse in Europa und den USA ab dem Jahr 2015 dauerhaft fortsetzen", so Hochmann. Eine Marktkorrektur von fünf bis zehn Prozent in diesem Jahr würde den Aktienmärkten guttun, damit sie die bisherigen Gewinne verdauen und Rekordstände bestätigen können. "Anlegern bietet eine solche Korrektur eine außergewöhnlich gute Ausgangslage, um von der wahrscheinlichen Fortsetzung des Bullenmarkts ab dem kommenden Jahr zu profitieren."

Augenmerk wieder auf Fundamentaldaten

Die Risikowahrnehmung und die Angst an den Börsen lassen allmählich nach, was Gelegenheit für eine überlegte Einzeltitel-Auswahl bietet, erläutert der Fidelity-Mann. Die Fundamentaldaten der Unternehmen würden wieder in den Vordergrund rücken. Sogar in Schwellenländern lohne es sich, fundamental starke Aktienwerte auszusuchen.

Eine weitere Erhöhung der Bewertungen sei unwahrscheinlich, denn sie liegen in den entwickelten Märkten bereits auf einem fairen Niveau. Eines der Hauptrisiken für die Aktienmärkte in den kommenden zwölf Monaten sei, dass das erwartete Gewinnwachstum der Unternehmen ausbleibt.

Welche Branchen in diesem Jahr florieren könnten

Solange wir uns weiter in einem Klima mit niedriger Inflation und tiefen kurzfristigen Zinssätzen bewegen, dürften der Finanzdienstleistungssektor, zyklische Konsumgüter, das Gesundheitswesen und ausgewählte Industriewerte auch dieses Jahr die Aktienmärkte anführen, glaubt Hochmann. Insbesondere Europas Finanzsektor biete noch einiges an Aufwärtspotenzial, sollten die Länderrisiken und das Regulierungsumfeld weiter günstig bleiben. "In diesem Fall traue ich einigen Bankaktien 2014 einen Anstieg um bis zu rund 20 Prozent zu."

Viel hängt im laufenden Jahr von der Gewinnentwicklung der Unternehmen ab. Von Seiten der Konjunktur dürfte bis auf weiteres kein Störfeuer kommen. Die Bundesregierung hat jüngst ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr angehoben. In dem Jahreswirtschaftsbericht sagt das Kabinett für 2014 ein Plus beim deutschen Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 1,8 Prozent voraus - bisher lag die Prognose bei 1,7 Prozent.

Schwellenländer-Turbulenzen schwellen ab

Robert Halver, Leiter Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank, ist ebenfalls optimistisch für die globale Konjunktur gestimmt. "Setzt man die Einschätzung der Geschäftslage und der -erwartungen des weltweiten verarbeitenden Gewerbes laut Ifo Institut zueinander in Beziehung, so befindet sich die Weltwirtschaft im Übergang von der Aufschwungs- in die Boomphase", heißt es in seinem jüngsten Kapitalmarkt-Monitor.

Auch für Asien werden stabilen Konjunkturschätzungen erwartet. Letzteres sei aufgrund der Jahresanfangs-Turbulenzen in den Schwellenländern zwar bemerkenswert, doch unterstreichen die im Januar mit 10,6 Prozent zum Vorjahr überraschend robusten chinesischen Exporte diese positive Stimmungseinschätzung mit harten Fakten.

Deutsche Konjunktur könnte überraschen

Insgesamt sei eine Wiederholung der Asien-Krise Ende der 1990er Jahre nicht zu befürchten. Und wenn der harte Kern der Schwellenländer - vor allem die BRIC-Staaten - stabil bleibt, ist auch kein wirklicher Gegenwind für die etablierten Volkswirtschaften zu befürchten, so Halver.

Zugpferd der Eurozone bleibe Deutschland, das sich einer zunehmenden Investitionsbereitschaft deutscher Unternehmen und eines robusten Konsums erfreut. Halvers Fazit: Deutschland wird 2014 konjunkturell positiv überraschen. Zwischenzeitliche, auch deutlichere Korrekturen am Aktienmarkt schließt jedoch auch er nicht aus.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Sparen Sie 35% auf Sofas, Betten, Gartenmöbel u.m.*
jetzt zur Power Shopping Week bei XXXLutz
Gerry Weberbonprix.deOTTOUlla PopkenHappy SizeLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Magenta TV
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Magenta Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe