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"Candy Crush Saga"-Entwickler King Digital geht an die Börse


Smartphone-Spiel  

"Candy Crush"-Entwickler geht an die Börse

19.02.2014, 10:11 Uhr | dpa

"Candy Crush Saga"-Entwickler King Digital geht an die Börse. Das Smartphone "Candy Crush" lockt täglich 93 Millionen Nutzer an (Quelle: dpa)

Das Smartphone "Candy Crush" lockt täglich 93 Millionen Nutzer an (Quelle: dpa)

Die Firma hinter dem populären Smartphone-Spiel "Candy Crush" geht an die Börse. Die App, bei der man virtuelle Süßigkeiten in bestimmten Kombinationen vom Bildschirm räumen muss, hat rund 93 Millionen Nutzer pro Tag. Der Entwickler King Digital Entertainment verdient damit viel Geld: Im vergangenen Jahr konnte die Firma einen Gewinn von 567,6 Millionen Dollar (415 Millionen Euro) generieren.

Der Börsengang soll nach vorläufigen Zahlen bis zu 500 Millionen Dollar (364 Millionen Euro) einbringen. Der Umsatz erreichte im vergangenen Jahr 1,9 Milliarden Dollar, wie King in dem veröffentlichten Börsenprospekt offenlegte. Das Geld machen die Entwickler mit In-App-Verkäufen wie zusätzlichen Leben oder nützlichen Artikeln. Im vergangenen Quartal kauften sich gut zwölf Millionen Nutzer etwas in den Spielen von King.

Jeden Tag 124 Millionen User

Zugleich ist "Candy Crush" das mit Abstand wichtigste Standbein von King: Die zweitbeliebteste App "Pet Rescue Saga" kam zuletzt auf 15 Millionen tägliche Spieler. Insgesamt verbringen jeden Tag 124 Millionen Nutzer Zeit mit den fünf Games der Entwickler.

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Die große Abhängigkeit vom bekanntesten Spiele-Titel könnte an der Börse dennoch als Unsicherheitsfaktor eingeschätzt werden. Beim Online-Spiele-Pionier Zynga sieht man gerade, wie wechselhaft das Geschäft sein kann. Das Interesse an alten Hits wie "Farmville" sinkt, neuere Spiele konnten nicht daran anknüpfen, die Nutzer laufen weg. Auch das teuer zugekaufte mobile Spiel "Draw Something" erwies sich als Eintagsfliege.

Der Umsatzschub bei King setzte vor allem im vergangenen Jahr ein: Für 2012 verbuchte das Unternehmen nur einen Erlös von 164 Millionen Dollar und knapp acht Millionen Dollar Gewinn. Dabei schreibt das Unternehmen schon seit einiger Zeit schwarze Zahlen: Den letzten Verlust gab es im zweiten Quartal 2012 mit einem Minus von knapp zwei Millionen Dollar.

Zuletzt spielte King im Weihnachtsquartal über 159 Millionen Dollar Gewinn bei Erlösen von gut 600 Millionen Dollar ein. Ein Alarmsignal für die Börsianer könnte aber der Rückgang bei beiden Werten von Quartal zu Quartal sein: In den drei Monaten davor hatte es noch 230 Millionen Dollar Gewinn bei 620 Millionen Dollar Umsatz gegeben.

Spiele haben eine riesige Zugkraft

Die Zahlen zeigen, was für ein finanzielles Potenzial in den kleinen Spiele-Apps steckt. Zum Vergleich: Activision Blizzard, die Firma hinter Videospiele-Hits wie "Call of Duty", "Skylanders" oder "World of Warcraft" verbuchte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 4,6 Milliarden Dollar. Der Gewinn sank um 12 Prozent auf eine Milliarde Dollar.

Dagegen meldete die finnische Firma Supercell, die vor allem für das Smartphone- und Tablet-Spiel «Clash of Clans» bekannt ist, zuletzt einen Jahresgewinn von gut 460 Millionen Dollar bei knapp 900 Millionen Dollar Umsatz.

Größter Anteilseigner von King ist die Investmentgesellschaft Apax, die 48,2 Prozent hält. Der Firmenführung gehört knapp ein Drittel, darunter ist der 46-jährige Mitgründer und Chef Riccardo Zacconi mit 10,4 Prozent.

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