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EADS zahlte Millionen an Scheinfirma: Schwarze Kassen für Eurofighter?


Millionen an ominöse Firma  

Verdacht auf schwarze Kassen bei EADS

20.02.2014, 09:48 Uhr | t-online.de

EADS zahlte Millionen an Scheinfirma: Schwarze Kassen für Eurofighter?. Beim Verkauf von Eurofighter-Kampfjets nach Österreich hat EADS womöglich mit Schmiergeld nachgeholfen (Quelle: dpa)

Beim Verkauf von Eurofighter-Kampfjets nach Österreich hat EADS womöglich mit Schmiergeld nachgeholfen (Quelle: dpa)

Der Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus, bis vor kurzem noch EADS, soll eine schwarze Kasse besessen haben, um dem Verkauf des Eurofighter auf die Sprünge zu helfen. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (SZ). Dabei taucht eine ominöse Lobbyistenfirma aus London auf, die vermutlich nur zum Schein existierte.

An die Firma, eine Agentur namens City Chambers, sollen von September 2003 bis September 2009 acht Millionen Euro geflossen sein, berichtet die Zeitung. Dafür sollten die Lobbyisten bei österreichischen Politikern dafür werben, dass das Land Eurofighter-Kampfjets bestellt.

Weiter heißt es, Staatsanwälte aus Deutschland und Österreich gingen dem Verdacht nach, EADS habe den Verkauf von 15 Fliegern zum Preis von 1,7 Milliarden Euro mit Schmiergeld vorangetrieben. Mehr als 100 Millionen Euro seien dadurch geflossen - unter anderem an City Chambers. Deren Gegenleistung scheine aber fraglich.

Aus Wolfgang Schüssel wurde "W. Lüssel"

120 Treffen in Wien seien für 2002 und 2003 abgerechnet worden, wobei als Gesprächspartner viele Militärs mit Allerweltsnamen wie Fuchs und Kunz auftauchen, berichtet die "SZ". Andere Namen entpuppen sich als Schreibfehler - etwa "W. Lüssel" als damaliger Kanzler Wolfgang Schüssel oder "J. Laider" als der durch einen Unfall verstorbene Jörg Haider.

Bei EADS habe sich über solche Fehler niemand gewundert, auch sonst sei der Kontakt zur mittlerweile aufgelösten Londoner Firma spärlich gewesen sein. Deswegen mutmaßt die Zeitung, es könne eigentlich nur darum gegangen sein, Geld aus dem Konzern in schwarze Kassen zu leiten.

Selbst wenn sich nicht beweisen lasse, dass die acht Millionen Euro als Schmiergeld benutzt wurden, sei eine Anklage gegen EADS-Manager möglich. Denn ein Abfluss in dieser Größenordnung ohne klaren Zweck kann den Tatbestand der Untreue erfüllen.

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