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Facebook kauft WhatsApp: EU-Abgeordneter Albrecht warnt vor Monopol


Warnung vor Monopol  

Prüfung von WhatsApp-Übernahme gefordert

21.02.2014, 13:42 Uhr | AFP, t-online.de

Facebook kauft WhatsApp: EU-Abgeordneter Albrecht warnt vor Monopol. Die WhatsApp-Übernahme durch Facebook könnte auch Europas Wettbewerbshüter beschäftigen (Quelle: dpa)

Die WhatsApp-Übernahme durch Facebook könnte auch Europas Wettbewerbshüter beschäftigen (Quelle: dpa)

Die Übernahme des Kurznachrichtendienstes WhatsApp durch Facebook hat nicht nur Datenschützer auf den Plan gerufen. Jetzt hat sich der Europaabgeordnete Jan Philipp Albrecht wettbewerbsrechtliche Bedenken geäußert und vor der Entwicklung eines neuen europäischen Monopolisten durch den Deal gewarnt.

"Die EU-Kommission muss prüfen, ob sie ein wettbewerbsrechtliches Verfahren einleitet. Es ist offenkundig, dass Facebook und WhatsApp zusammen eine marktbeherrschende Stellung einnehmen und zu Monopolisten in Europa werden", sagte der Grünen-Rechtsexperte "Handelsblatt Online".

Experte sieht Zeichen für Wettbewerbsverzerrung

Brüssel müsse jetzt handeln. Es gebe genügend Anhaltspunkte für eine Wettbewerbsverzerrung. "Facebook und WhatsApp stellen eine ziemliche Bedrohung für ihre Konkurrenz in Europa und die Verbraucher dar", sagte Albrecht. Indirekt rief er die Verbraucher zum Boykott von Facebook und WhatsApp auf.

"Wer nicht will, dass seine Daten in einer dubiosen App verschwinden, sollte auf datensichere Angebote zurückgreifen." Die Datenschutzverstöße bei Facebook und WhatsApp seien ein großes Problem.

Übernahme war 19-Milliarden-Dollar-Deal

Das Online-Netzwerk Facebook hatte am Mittwoch mitgeteilt, den beliebten Kurzmitteilungsdienst WhatsApp für die stolze Summe von 19 Milliarden Dollar (13,8 Milliarden Euro) zu übernehmen.

WhatsApp ermöglicht es, Textmitteilungen, Fotos, Videos und Audiodaten kostenlos übers Internet zu verschicken. Der Dienst hat derzeit nach eigenen Angaben 450 Millionen Nutzer weltweit. WhatsApp soll weiter ein unabhängiges Unternehmen bleiben. Auch für seine Nutzer soll sich zunächst nichts ändern.

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