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Ukraine: Russland stoppt überlebenswichtigen Kredit: USA, IWF und EU helfen


Drohende Staatspleite  

Russland stoppt Ukraine-Unterstützung - USA, IWF und EU wollen helfen

25.02.2014, 07:50 Uhr | AFP, dpa-AFX, t-online.de

Ukraine: Russland stoppt überlebenswichtigen Kredit: USA, IWF und EU helfen. Lkw-Wracks vor dem Regierungsgebäude der Ukraine in Kiew: Sinnbild für die drohende Staatspleite (Quelle: Reuters)

Lkw-Wracks vor dem Regierungsgebäude der Ukraine in Kiew (Quelle: Reuters)

Die Ukraine ist nahezu bankrott. Nun hat auch noch Russland die weitere Auszahlung eines überlebenswichtigen Kredits über 15 Milliarden US-Dollar gestoppt, bis eine neue Regierung feststeht. Die USA und der Internationale Währungsfonds (IWF) der Ukraine haben Hilfe zum Wiederaufbau der am Boden liegenden Wirtschaft in Aussicht gestellt. Auch die EU sei gefordert, so der Osteuropa-Beauftragte der Bundesregierung, Gernot Erler (SPD), in der "Welt am Sonntag". Brüssel müsse sich dabei mit Moskau abstimmen.

In Zusammenarbeit mit anderen Ländern stehe Washington bereit, "die Ukraine bei der Rückkehr zu Demokratie, Stabilität und Wachstum zu unterstützen", sagte US-Finanzminister Jacob Lew beim G-20-Finanzminister-Treffen im australischen Sydney. IWF-Chefin Christine Lagarde äußerte sich ähnlich.

Wirtschaftliche Reformen in der Ukraine notwendig

Lew hatte in Sydney mit seinem russischen Kollegen Anton Siluanow über die Folgen des Umbruchs in Kiew beraten. Dabei habe Lew gegenüber Siluanow "die Notwendigkeit zu Stabilität und wirtschaftlichen Reformen" in der Ukraine hervorgehoben, sagte ein US-Regierungsbeamter. Beide Minister seien sich einig, dass bei der finanziellen Unterstützung für Kiew auch der IWF einbezogen werden könne. "Der IWF ist in der besten Position, Staaten wie der Ukraine bei den wirtschaftlichen Herausforderungen zu helfen", sagte Lew vor Journalisten.

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IWF-Chefin Lagarde sagte in Sydney, wenn es eine Anfrage aus Kiew gebe, "stehen wir natürlich bereit". Dabei könne es sowohl um politische Beratung, finanzielle Unterstützung als auch Diskussionen über die notwendigen Reformen gehen. "Wir werden bereit sein, uns zu engagieren."

Russland legt Notkredite auf Eis

Nach den monatelangen Massenprotesten, die am Samstag in der Absetzung von Präsident Viktor Janukowitsch durch das Parlament gipfelten, ist die Ukraine in akuter Finanznot. Russland hatte Kiew zwar Notkredite von 15 Milliarden Dollar (knapp 11 Milliarden Euro) zugesagt. Doch nach einer ersten Auszahlung legte Moskau die weiteren Tranchen angesichts der dramatischen Entwicklungen in der Ukraine auf Eis.

Die Ratingagentur Standard & Poor's hatte am Freitag vorausgesagt, das Land werde in die Pleite stürzen, sollte Russland seine Hilfe stoppen. Kiew muss in diesem Jahr noch 13 Milliarden Dollar an seine Gläubiger zurückzahlen.

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