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Loewe AG sucht neuen Retter: Medien wollen Namen kennen


Zukunft wieder ungewiss  

Loewe sucht neuen Retter - Presse will einen Namen kennen

25.02.2014, 20:14 Uhr | t-online.de, rtr

Loewe AG sucht neuen Retter: Medien wollen Namen kennen. Loewe schaut sich offenbar nach neuen Investoren um (Quelle: dpa)

Loewe schaut sich offenbar nach neuen Investoren um (Quelle: dpa)

Die Zukunft des insolventen Fernseher-Herstellers Loewe ist wieder ungewiss: Eine Gruppe Münchner Privatinvestoren mit Namen Panthera trat wegen Finanzierungsproblemen von der bereits eingefädelten Übernahme zurück. Panthera legte inzwischen eine neue Offerte vor, das Kronacher Traditionsunternehmen hat aber offenbar einen neuen Retter im Visier: Stargate Capital.

Laut Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) soll der Münchner Finanzinvestor Stargate Capital den angeschlagenen Fernsehgerätehersteller retten. Entsprechende Verhandlungen mit der Private-Equity-Firma sollen laufen. Hinter Stargate stehen die beiden Finanzunternehmer Boris Levin und Mark Hüsges. Sie wollten Loewe bereits seit Ende 2013 kaufen, doch der Gläubigerausschuss zog damals Panthera vor, heißt es bei der "SZ".

Co-Investor Stefan Kalmund gab am Dienstag den Gläubigerbanken die Schuld am Panthera-Rückzug. Die Geldhäuser hätten Sicherheiten - insbesondere die kostbaren Markenrechte sowie Patente von Loewe - nicht rechtzeitig freigegeben, sagte Kalmund. Weitere Verhandlungen seien gescheitert. Loewe-Aktien brachen am Dienstag stark ein.

Das Konzept des Investmentvehikels Panthera sei voll durchfinanziert gewesen, beteuerte Kalmund. Sein Haus hätte einen zweistelligen Millionenbetrag aufgebracht, um die neue Loewe mit Kapital auszustatten und die Gläubiger abzulösen.

Angeblich "große Löcher im Finanzierungskonzept"

"Die Kreditgeber um die Deutsche Bank wollten sich zu den Vorwürfen nicht äußern. In Finanzkreisen hieß es, an der Frage der Sicherheiten sei der Deal nicht gescheitert. Es habe "große Löcher im Finanzierungskonzept" des Investors gegeben.

Die Finanzinvestoren - zwei Münchner Unternehmer und ein dänischer Technikexperte - hatten den insolventen Fernseherbauer mit einem tiefgreifenden Sanierungsprogramm wieder neu beleben wollen.

Als Käufer der Vermögensgegenstände trat die Panthera GmbH auf, die zu je einem Drittel dem Immobilienunternehmer Constantin Sepmeier, dem früheren Unternehmensberater Kalmund und dem einstigen Apple-Europachef Jan Gesmar-Larsen gehört.

Neues Angebot

Auch der amtierende Loewe-Chef Matthias Harsch wollte als Partner hinzustoßen, wozu es nun nicht kommt. Panthera sei unter geänderten Plänen weiter bereit, Loewe zu übernehmen, und habe am Dienstagmorgen ein neues Angebot vorgelegt, sagte Kalmund.

In Oberfranken scheint kaum Interesse mehr an den Investoren zu bestehen. Loewe werde zwar dem Rücktritt widersprechen und erwäge weitere rechtliche Schritte. Zugleich seien aber wieder Gespräche mit einem zweiten Investor aufgenommen worden, den die Münchner Gruppe zunächst ausgestochen hatte.

Personalabbau vorangetrieben

Panthera hatte als Kaufbedingungen im Januar einen weiteren Personalabbau gefordert, dem erneut rund 100 Stellen zum Opfer fielen. Derzeit arbeiten noch 430 Menschen für Loewe.

Der verbliebene Loewe-Finanz- und Sanierungsvorstand Rolf Rickmeyer hegt letzte Hoffnung für den Erfinder des Fernsehens. "Wenn wir jetzt schnell zu einem Abschluss kommen, kann es noch gelingen, die Zukunft von Loewe zu sichern", erklärte er.

Finanzierung bis zum Frühjahr sicher

Eine Einigung mit dem zweiten Bieter könnte rasch gehen. "Da nun bereits ein ausverhandelter Kaufvertrag vorliegt, ist eine schnelle Einigung möglich", hieß es. Ein Sprecher des Sachwalters, der Loewe in der Insolvenz in Eigenverwaltung betreut, erklärte, der Finanzbedarf sei bis ins Frühjahr gesichert.

Am Dienstag sollte die Situation auf einer Sitzung des Gläubigerausschusses diskutiert werden. Um Zeit für die Investorensuche zu gewinnen, hofft das schwer gebeutelte Unternehmen auf einen Aufschub der Gläubiger. Der zweite Investor habe die volle Rückendeckung der Gläubiger. Namen wollte der Sprecher des Sachwalters zunächst nicht nennen.

Korea-Konkurrenz zu stark

Loewe hatte im vergangenen Herbst nach einem jahrelangen Niedergang Insolvenz angemeldet. Die Kronacher konnten mit ihren verhältnismäßig teuren Geräten nicht der erdrückenden Konkurrenz aus Korea standhalten.

Die Weltmarktführer Samsung und LG bieten ihre Geräte deutlich günstiger an. Hinzu kamen bei Loewe hausgemachte Probleme wie Entwicklungsverzögerungen und häufige Chefwechsel.

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