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GfK-Konsumklima: Kauflaune in Deutschland steigt dank niedriger Zinsen

GfK-Konsumklima  

Kauflaune der Deutschen wird immer besser

26.02.2014, 12:07 Uhr | dpa-AFX

GfK-Konsumklima: Kauflaune in Deutschland steigt dank niedriger Zinsen. Menschenmassen auf dem Oktoberfest: Dienstleistungen und Erlebnisse stehen bei Verbrauchern immer höher im Kurs (Quelle: imago/Peter Widmann)

Menschenmassen auf dem Oktoberfest: Dienstleistungen und Erlebnisse stehen bei Verbrauchern immer höher im Kurs (Quelle: imago/Peter Widmann)

Der Wirtschaftsaufschwung und die niedrigen Zinsen befeuern die Kauflaune der Deutschen immer mehr. Für März rechnen Experten der Gesellschaft für Konsumforschung GfK mit der besten Verbraucherstimmung seit sechseinhalb Jahren. Das Konsumklima sei von revidiert 8,3 Punkten für Februar auf 8,5 Punkte gestiegen, teilten die Forscher mit. So gut war die Stimmung zuletzt im August 2007. Ursprünglich hatte die GfK den Wert für Februar auf nur 8,2 Punkte beziffert.

Das Konsumklima entwickelt sich damit erneut deutlich besser als erwartet. Als Ursachen für die vergleichsweise starke Kauflaune sehen die GfK-Experten den soliden Aufschwung der deutschen Wirtschaft, die überaus stabile Entwicklung am Arbeitsmarkt und die unverändert niedrigen Zinsen.

Außerdem gehen die Deutschen nach Einschätzung der GfK davon aus, dass ihre Einkommen in diesem Jahr kräftig steigen werden. Die Anschaffungsneigung bleibt weiter hoch und konnte sich im Februar knapp unter dem Siebenjahreshoch vom Vormonat behaupten.

Entwicklung geht am Einzelhandel vorbei

Der Einzelhandel profitiert von dieser Entwicklung jedoch nur wenig, wie zuletzt auch das Weihnachtsgeschäft gezeigt hatte. Die Deutschen geben ihr Geld vermehrt für Dienstleistungen und Erlebnisse aus, sagte Rolf Bürkl von der GfK. Der Einzelhandel mache nur ein knappes Drittel des gesamten Konsums in Deutschland aus - zugelegt hätten andere Bereiche wie der Immobiliensektor oder die Reisebranche.

Viele Bürger betrachteten Immobilien derzeit als alternative Form des Sparens, so Bürkl. Wer nicht gleich ein Haus oder eine Wohnung erwerbe, stecke sein Geld häufig in Renovierungen und möbele sein Bad oder die Fassade auf. "Dabei gehen die Leute weniger selbst in den Baumarkt, sondern engagieren Profis." Die Folge: Das Geld fließt in den Dienstleistungssektor statt in den Handel.

Teure Reisen boomen

Der Dienstleistungssektor profitiert auch davon, dass die Deutschen deutlich mehr Geld für Reisen ausgeben. Nach jüngsten GfK-Zahlen verzeichnen die Reisebüros für die anstehende Sommersaison aktuell ein Umsatzplus von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders stark wächst das Luxussegment: Bei Reisen für mehr als 3000 Euro pro Person beträgt das Wachstum 16 Prozent.

Ein weiterer Grund, warum es für den Einzelhandel trotz positiver Verbraucherstimmung zuletzt nicht ganz so gut lief, ist die Witterung: Die Temperaturen verführten bislang nicht gerade zum Kauf dicker Stiefel und warmer Jacken. "Der Handel musste relativ früh mit großen Rabatten arbeiten, um die Winterware loszuwerden", erklärte Bürkl. Hinzu komme, dass es derzeit mit Ausnahme der Tablet-PCs bei Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräten keine großen Umsatztreiber gebe.

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