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Entgegen der Erwartung: Exporte in China drastisch gesunken


Entgegen der Erwartung  

Chinas Exporte sinken im Februar drastisch

08.03.2014, 15:07 Uhr | rtr, AFP, t-online.de

Entgegen der Erwartung: Exporte in China drastisch gesunken. China ist die größte Handelsnation der Welt (Quelle: Reuters)

China ist die größte Handelsnation der Welt (Quelle: Reuters)

Chinas Exporte sind im vergangenen Monat im Vergleich zum Vorjahr heftig eingebrochen. Der Rückgang im Außenhandel betrug 18,1 Prozent, wie die nationale Zollbehörde mitteilte.

Ein überraschender Einbruch der chinesischen Exporte hat Zweifel am Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt geschürt. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Volkswirte hatten mit einem Zuwachs von 6,8 Prozent gerechnet. Bereits zuvor hatten Konjunkturdaten auf ein schwächeres Wachstum gedeutet. Experten warnten allerdings davor, zu viel in die Zahlen hinein zu interpretieren. Hauptgrund seien die Feiertage nach dem chinesischen Neujahrsfest, die dieses Mal auf Anfang Februar fielen und an denen viele Fabriken und Büros geschlossen blieben.

Die Einfuhren im Februar stiegen um 10,1 Prozent und damit etwas stärker als erwartet. Unter dem Strich steht damit ein Handelsdefizit von 16,6 Milliarden Euro (Februar 2013: 10,6 Milliarden Euro). Die Wirtschaft im Reich der Mitte hatte 2013 erstmals Güter im Wert von mehr als vier Billionen Dollar ein- und ausgeführt - damit überholte das Land die USA als führende Handelsnation. Vor der aktuellen Bilanz hatte China elf Monate lang kein Defizit mehr aufgewiesen.

Anfang 2013 waren Chinas Exporte künstlich aufgebläht

Auch im Gesamtvergleich der ersten beiden Monaten gab es einen Export-Rückgang von 1,6 Prozent nach einem Zuwachs von 7,9 Prozent im Vorjahreszeitraum. Allerdings seien die Exporte Anfang 2013 durch spekulative Kapitalflüsse und fingierte Handelsgeschäfte aufgebläht worden, bis strengere Kontrollen der Behörden dem ein Ende gesetzt hätten, sagte Ting Lu, Volkswirt bei der Bank of America in Hongkong. Rechne man solche Verwerfungen heraus, könne man so sogar auf ein Plus von insgesamt rund acht Prozent im Januar und Februar kommen.

Li Heng von Minsheng Securities in Peking rechnet denn auch mit einer Erholung der Ausfuhren im März. Denn die Aussichten für die chinesischen Exporteure seien dank des sich abzeichnenden Aufschwungs in den Industrieländern wieder besser. So stiegen im Februar die Exporte in die USA um 1,3 Prozent und in die EU sogar um 4,6 Prozent. Allerdings zeigten die Daten auch, unter welchem Druck die Wirtschaft stehe und dass die Politik reagieren müsse, möglicherweise mit weiteren Investitionen in Infrastruktur-Projekte, sagte Li.

Chinas Regierung gibt sich mittlerweile vergleichsweise bescheiden

Die Regierung rechnet für dieses Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von rund 7,5 Prozent. Schon für 2013 hatte sich die kommunistische Führung dieses Ziel gesetzt, am Ende betrug das Wachstum 7,7 Prozent. Schwächer war die chinesische Wirtschaft zuletzt 1999 gewachsen. Solche für Europa unerreichbar anmutenden Zahlen gelten in China als Minimum, um eine Krise am Arbeitsmarkt und soziale Unruhen in dem Milliardenvolk zu vermeiden. Die Regierung will die Wirtschaft nachhaltiger gestalten und den Binnenkonsum stärken. Dafür nimmt sie auch ein geringeres Wachstum in Kauf.

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