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Insolvenzen: So wenige Firmenpleiten wie seit 1996 nicht mehr


Insolvenzen  

So wenige Firmenpleiten wie seit 1996 nicht mehr

12.03.2014, 16:02 Uhr | rtr, dpa-AFX

Insolvenzen: So wenige Firmenpleiten wie seit 1996 nicht mehr  . Erneut weniger Pleiten in Deutschland (Quelle: dpa)

Erneut weniger Pleiten in Deutschland (Quelle: dpa)

Dank Konjunkturerholung und Rekordbeschäftigung sind 2013 in Deutschland erneut weniger Firmen pleitegegangen: Im vergangenen Jahr sind so wenige Firmen in die Insolvenz gerutscht wie seit 1996 nicht mehr, berichtete das Statistische Bundesamt.

Insolvenzen: Vierter Rückgang in Folge

Mit dem vierten Rückgang in Folge sank die Zahl der Unternehmensinsolvenzen auf 25.995. Das waren 2302 oder 8,1 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Allerdings mussten einige bekannte Firmen Insolvenz anmelden, darunter die Baumarktkette Praktiker, der TV-Hersteller Loewe oder das Solarunternehmen Conergy .

Und so bleibt das Insolvenzrisiko für einige Branchen hoch. "Zwar hat die gute Konjunkturentwicklung im vergangenen Jahr insgesamt für einen Rückgang der Insolvenzanmeldungen gesorgt. Allerdings zeigt die verhältnismäßig hohe Zahl von Großinsolvenzen, dass nicht alle Branchen davon profitieren", erklärte Christoph Niering, Chef des Verbands Insolvenzverwalter Deutschlands (VID).

Einzelhandel und Lebensmittelhandel unter Druck

Unter Druck stünden Branchen wie der Einzelhandel, in denen ein Strukturwandel stattfinde. Problematisch seien häufig nicht nur akut rückläufige Umsätze, sagte Niering: "Hinzu kommt, dass immer weniger Investoren bereit sind, sich im Einzelhandel finanziell zu engagieren."

In margenschwache Branchen wie der mittelständisch geprägten Lebensmittelindustrie sei die Lage angesichts des äußerst scharfen Wettbewerbs, der von der guten Konjunktur und dem Preiskampf des Discounteinzelhandels befeuert werde, angespannt: "Bei den ohnehin schon extrem geringen Margen kalkulieren viele Hersteller schon jetzt am Limit", sagte Niering. Der VID erwarte deshalb, dass der Verdrängungswettbewerb zu weiteren Insolvenzen in der Branche führen werde.

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