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BMW zahlt Rekord-Dividende


Nach Bestjahr 2013  

BMW zahlt Rekord-Dividende

13.03.2014, 17:47 Uhr | dpa-AFX

BMW zahlt Rekord-Dividende. BMW hat nach einem Rekordabsatz 2013 auch einen Rekordgewinn eingefahren (Quelle: dpa)

Der Autobauer will künftig Millionen einsparen (Quelle: dpa)

Der Autobauer BMW zahlt seinen Aktionären nach dem Bestjahr 2013 auch eine Rekord-Dividende. Das Unternehmen schlägt seinen Besitzern vor, je Stammaktie 2,60 Euro und je Vorzugsaktie 2,62 Euro auszuschütten, wie der DAX-Konzern in München mitteilte. Damit verteilt der Konzern mehr als 1,7 Milliarden Euro.

Zudem gab der Autobauer an, einen Rekordgewinn verbucht zu haben. Die Münchner verdienten unter dem Strich 5,3 Milliarden Euro, 4,5 Prozent mehr als 2012. Der Umsatz lag angesichts des starken Euro mit gut 76 Milliarden Euro ganz leicht unter dem Wert des Vorjahres, wie BMW in München knapp eine Woche vor der offiziellen Bilanzvorlage mitteilte.

Während der Erzrivale Audi zwar auch Bestwerte bei den Verkäufen, aber sinkende Gewinne melden musste, scheint es bei BMW viel besser zu laufen. Dazu trug auch die Motorradsparte bei.

Zwei-Millionen-Marke fast geknackt

Beide Nobelmarken haben ähnliche Probleme - wenn man denn angesichts üppiger Milliardengewinne überhaupt von Problemen sprechen will. BMW hat vergangenes Jahr weltweit 1.963.798 Autos verkauft, also fast die Zwei-Millionen-Marke geknackt. Das ist ein Plus von 6,4 Prozent.

Mehr Geld haben die Münchner damit aber nicht verdient und mussten wie Audi an dieser Stelle einen Rückgang verbuchen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern der Autosparte schrumpfte um mehr als 12 Prozent auf knapp 6,7 Milliarden Euro. Die Gründe für diese Entwicklung sind vielfältig.

Kleinere Wagen werfen weniger Geld ab

Zu einen hat BMW wie Audi viel Geld investiert in den Ausbau der Fertigung oder neue Modelle. Zudem veränderte sich die Modellpalette. Vor allem kleinere Autos verkauften sich gut, etwa der 1er oder der 3er. Diese Autos werfen im Vergleich zu Limousinen oder Geländewagen aber weniger Geld ab - Effekte, die auch die Konkurrenz zu spüren bekam. Dazu buhlen die Hersteller in schwierigen Märkten wie den gebeutelten europäischen auch mit Preisnachlässen um Kunden. Zwar sind Oberklasse-Hersteller mit Rabatten eher vorsichtig, um das Image nicht zu schädigen, dennoch drückt der scharfe Wettbewerb den Gewinn.

Dass BMW am Ende der Rechnung besser dasteht als etwa Audi, haben die Münchner unter anderem ihrer Motorradsparte zu verdanken. Nach teuren Umbauten macht das Zweiradgeschäft dem Konzern wieder Freude. 115.215 verkaufte Motorräder sorgten für einen Absatzrekord, der Gewinn vervielfachte sich nach der kostenintensiven Neuausrichtung vor Zinsen und Steuern auf 79 Millionen Euro. Auch das Geschäft mit Finanzdienstleistungen legte zu. Insgesamt sank das operative Ergebnis im Konzern um 3,5 Prozent knapp unter die Acht-Milliarden-Marke.

Ziele für 2014 noch offen

Eine weiterer Effekt ist am Umsatz abzulesen. Der lag vor allem wegen des starken Euro um ein Prozent unter dem Vorjahreswert bei gut 76 Milliarden Euro. Bereinigt darum wäre der Umsatz um fast zwei Prozent gewachsen. "Wir haben im abgelaufenen Geschäftsjahr neue Bestmarken bei Absatz und Konzernergebnis erzielt und alle angestrebten Ziele erreicht", sagte BMW-Chef Norbert Reithofer. Auch 2020 soll BMW nach seinem Willen der führende Oberklasse-Hersteller sein. Audi und Daimler wollen die Münchner bis dahin allerdings überholt haben.

Welche Ziele sich der Manager für das laufende Jahr gesetzt hat, ließ er zunächst offen. Traditionell teilt BMW wenige Tage vor der Vorlage der Bilanz die Eckdaten und die Höhe der Dividende mit, einen Ausblick gibt es aber erst bei der Pressekonferenz am kommenden Mittwoch. Einen zweiten Platz belegt BMW bei der Umsatzrendite. Die Kennzahl setzt den Umsatz ins Verhältnis zum Ergebnis vor Zinsen und Steuern. In der Autosparte liegt diese Marge bei BMW für 2013 bei 9,4 Prozent. Audi schaffte hier 10,1 Prozent. Beide Hersteller streben für sich Werte in einem Korridor von acht bis zehn Prozent an. Abgeschlagen ist dabei noch Daimler, deren Sparte Mercedes Benz Cars vergangenes Jahr auf 6,2 Prozent kam.

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