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ZJ: Die Krim-Krise und die Börsen: Gedämpfter Optimismus


Börsen und Märkte  

Die Krim-Krise und die Börsen: Gedämpfter Optimismus

14.03.2014, 14:58 Uhr | ZertifikateJournal AG

Die Krim-Krise entwickelt sich immer mehr zum Krim-Drama – mit einem völlig offenen Ausgang. Fest steht, dass das Regionalparlament der Krim eine "Unabhängigkeitsklärung der Autonomen Republik Krim" beschlossen hat. Am Sonntag soll ein Referendum über einen Anschluss derukrainischen Halbinsel Krim an Russland entscheiden.

Dem steht gegenüber, dass die neue ukrainische Führung eine Spaltung des Landes unbedingt verhindern will. Gleichzeitig wirft der entmachtete Präsident Viktor Janukowitsch der Regierung in Kiew vor, auf einen Bürgerkrieg hinzuarbeiten. Eher der Realität entspricht jedoch die Tatsache, dass Russlands Präsident Wladimir Putin unbedingt weiter Zugriff auf die Krim haben will, vor allem wegen ihrer militärischen und strategischen Bedeutung.

Noch ist es ruhig

Wahrscheinlich steckt sogar noch mehr hinter Putins Offensive auf der Krim. So darf man davon ausgehen, dass Putin es nicht wahrhaben will, dass sich ein weiteres Land aus den Fängen Russlands lösen will.

In den kommenden Tagen dürfte Putin eine militärische Eskalation in jedem Fall noch vermeiden. Eine derartige Aktion bezeichnete er glücklicherweise ohnehin in einer Pressekoferenz als das "letzte Mittel". Zudem laufen im Nachgang zu Olympia derzeit die Paralympischen Spiele in Sotschi. In der kommenden Woche sind diese "Putin-Spiele" dann allerdings auch beendet. Dann muss die Politik wieder in den Mittelpunkt des Handelns rücken.

Die Krim-Krise kostete den DAX schon 700 Punkte (Anm.d.Red.: bis Fr., 14.03.14). Bislang war es eher erbärmlich, was die Europäische Union und andere Staaten, beispielsweise die Vereinigten Staaten, an Sanktionen androhten und umsetzten. Dies liegt wohl zum größten Teilen an der wirtschaftlichen Abhängigkeit. Speziell Deutschland hängt dabei am Öl- und Gas-Tropf der Russen. Zudem laufen viele Pipelines quer durch die Ukraine.

Russland gibt die Krim nicht auf

Trotzdem glauben wir nicht an eine militärische Eskalation. Für wahrscheinlich halten wir allerdings, dass sich die Krim tatsächlich von der Ukraine vollständig lösen wird und Russland seinen langen Arm dort weiter sicht- und spürbar einsetzen wird. Wahrscheinlich wird dies der Rest der Welt dann auch dulden, zumal auch die Bevölkerung auf der Krim pro-russisch geprägt ist.

An den Weltbörsen haben die Entwicklungen natürlich zu Unsicherheiten geführt und erhebliche Spuren hinterlassen. Sah es anfangs noch so aus, als könnten sich die Märkte zügig von der Krim-Krise erholen, so müssen diese Hoffnungen inzwischen begraben werden.

Währungsprobleme

Und tatsächlich spüren auch die Unternehmen, deren Gewinne ein maßgeblicher Bewertungsfaktor für die Börsen-Kurse sind, die Krim-Krise. So ist vor allem die Schwäche des Russischen Rubel längst zu einem ernsten Problem für einige Großkonzerne geworden, die viele Absätze in der Russland-Währung tätigen. Ein aktuelles Beispiel ist der Sportartikel-Hersteller Adidas, ein anderes der Generika-Spezialist Stada.

Auf der anderen Seite darf nicht vergessen werden, dass viele deutsche Großkonzerne derzeit sehr gute Geschäfte machen und von der erfreulichen Konjunkturentwicklung in unserem Lande profitieren. Deutschland bleibt dabei die Konjunkturlokomotive in Europa. Dies bestätigen alle Konjunkturdaten, die in den vergangenen Tagen und Wochen veröffentlicht wurden. Allerdings sind nicht alle Länder im Euro-Raum in einer solch komfortablen Situation. So ist es aber schon erfreulich, wenn es aus Ländern wie Spanien und Griechenland erste positive Signale zu vermelden gibt.

Per Saldo spricht das aktuelle Umfeld daher klar gegen klassische Long-Investments in deutsche Aktien. Wahrscheinlicher ist vielmehr eine Seitwärtsbewegung, die über gepufferte Investments in Rendite gewandelt werden kann. Das bekannte Problem dabei ist, dass der DAX als Performance-Index den Emittenten kaum Spielraum für attraktive Konditionen lässt, da die Dividenden nicht als Finanzierungsmasse zur Verfügung stehen.

So gehen einige Produktanbieter den Weg über hohe Aufgelder. Ein Negativ-Beispiel von Goldman Sachs zeigt die Problematik. Deren Bonus-Zertifikat (ISIN DE000GT64ZA5) mit Fälligkeit im März 2015 bringt zwar eine Bonus-Rendite von 6,7 Prozent oder 6,5 Prozent p.a., wenn die Schwelle bei 6400 DAX-Punkten unverletzt bleibt. Dies entspricht einem Puffer von rund 30 Prozent.

Aufgeld-Problematik

Allerdings hat das Papier ein Agio von satten 128 Prozent. Kommt es zum Schwellenbruch und der DAX geht am Laufzeitende bei 6000 Punkten durchs Ziel, dann wird das aktuell bei 209,71 Euro gehandelte Zertifikat zu 60,00 Euro getilgt. Dies entspräche einem überproportionalen Verlust von rund 71 Prozent. Zum Vergleich: Der DAX wäre dann gegenüber dem aktuellen Niveau "nur" knapp 35 Prozent gefallen.

Es geht auch etwas besser. Dies zeigt ein Bonus mit Cap von der BNP Paribas (ISIN DE000PA18MG7). Das Zertifikat ist ebenfalls im März 2015 fällig und bringt eine Bonus-Rendite von 6,6 Prozent bzw. 6,4 Prozent p.a., bei einem Abstand zur bei 6400 Punkten platzierten Schwelle von 30,4 Prozent. Das Aufgeld beträgt hier gerade noch akzeptable 26 Prozent.

Der EuroSTOXX 50 ist besser geeignet

Bessere Konditionen sind allerdings bei Produkten auf den EuroSTOXX 50 möglich, da dieses Barometer als Kursindex strukturiert ist und somit Dividenden in die Struktur fließen können. Dass der Index aufgrund seiner breiten Streuung über die Euro-Länder und der weiterhin vorhandenen Finanzlastigkeit weniger performancestark ist, stört wenig. Denn es geht in der aktuellen Marktsituation vor allem um Seitwärts-Renditen.

Unser Bonus-Favorit kommt von Vontobel (ISIN DE000VZ06S65). Auch dieses Papier läuft bis März 2015. Die Schwelle liegt bei 2200 Index-Punkten, was einem Puffer von 28,4 Prozent entspricht. Dem steht eine Bonus-Rendite von 8,8 Prozent oder 8,5 Prozent p.a. gegenüber. Mehr wird es allerdings auch hier nicht, da auf Höhe des Bonus-Niveaus bei 3900 Punkten auch der Cap eingezogen wurde. Das Aufgeld beträgt rund 16,7 Prozent.

Vola nutzen

Die sinkenden Kurse haben natürlich auch die Volatilität erhöht. Ablesbar ist dies am VDAX New, der sich wieder über die 20-Punkte-Marke bewegt hat. Somit haben sich vor allem die Konditionen für Discount-Zertifikate verbessert.

So bringt aktuell ein klassisches Discount-Zertifikat der Deutschen Bank (ISIN DE000DE8JN98) mit einem Cap "im Geld" bei 2925 Index-Punkten und einer Laufzeit bis März 2015 immerhin eine Maximalrendite von 7,5 Prozent oder 7,1 Prozent p.a. Der EuroSTOXX 50 darf also dafür am Laufzeitende sogar noch 4,8 Prozent tiefer notieren, als zum jetzigen Zeitpunkt. Der Rabatt beträgt rund elf Prozent.

Allerdings gehen wir davon aus, dass sich die Lage in einem Jahr längst beruhigt hat und der DAX dann höher steht. Daher greifen mutige Anleger zu einem Discounter mit einem Cap "aus dem Geld". Hier kommt unser Favorit von der Commerzbank (ISIN DE000CZ8ZYK5). Deren Papier bringt 12,1 Prozent oder 11,7 Prozent p.a., wenn der EuroSTOXX 50 am Laufzeitende im März 2015 mindestens bei 3200 Punkten durchs Ziel geht. Somit ist ein Indexplus von 4,2 Prozent für die Maximalrendite notwendig. Verluste drohen erst bei Index-Notierungen unter 2855 Punkten.

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