Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > Aktien >

GmbH statt AG? Air Berlin steht angeblich vor dem Börsen-Aus

GmbH statt AG?  

Air Berlin steht angeblich vor dem Börsen-Aus

22.03.2014, 15:11 Uhr | rtr, dpa, t-online.de

GmbH statt AG? Air Berlin steht angeblich vor dem Börsen-Aus. Bei Air Berlin deutet sich ein Umbruch an (Quelle: dpa)

Bei Air Berlin deutet sich ein Umbruch an (Quelle: dpa)

Die kriselnde Fluggesellschaft Air Berlin steht einem Magazinbericht zufolge vor einem Umbruch: Etihad Airlines aus Abu Dhabi werde seine Beteiligung von knapp 30 auf 49,9 Prozent erhöhen, schrieb die "Wirtschaftswoche" vorab unter Berufung auf Air-Berlin-Kreise. Zudem solle Deutschlands zweitgrößte Fluglinie von der Börse genommen und in eine GmbH umgewandelt werden.

Bei einer noch höheren Beteiligung Etihads könnte Air Berlin Flugrechte in Staaten außerhalb der EU verlieren und wäre für den Konzern aus dem Golf-Emirat praktisch wertlos, schrieb das Magazin. Der Status von Air Berlin als deutsche Fluggesellschaft solle erhalten bleiben. In den vergangenen Tagen war über den weiteren Kurs des Lufthansa-Rivalen spekuliert worden, nachdem die Airline ihre für vergangenen Donnerstag geplante Bilanzpressekonferenz kurz vorher um eine Woche verschoben hatte.

Die Kleinaktionäre, die 38,5 Prozent halten, sollten abgefunden werden. Deren Anteile sollten an frühere Spitzenmanager der Fluggesellschaft und weitere Topmanager gehen. Ausscheiden solle die türkische Unternehmerfamilie Sabanci. Nach dem Rückzug von der Börse werde die derzeitige britische Rechtsform "plc" vermutlich in eine GmbH umgewandelt.

"Für Aktionäre wäre es eine absolute Frechheit"

Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger hat besorgt auf Spekulationen über einen Abschied der Fluggesellschaft Air Berlin von der Börse reagiert. "Für die Aktionäre wäre das eine absolute Frechheit", sagte SdK-Sprecher Michael Kunert. Viele Aktionäre hätten aufgrund von Missmanagement bei Deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft eine Menge Geld verloren.

Ein Air-Berlin-Sprecher erklärte auf Anfrage, die Fluggesellschaft werde Spekulationen nicht kommentieren. Einer Erklärung vom Mittwoch angesichts der Verschiebung der Bilanzpressekonferenz sei nichts hinzuzufügen. Darin hatte es geheißen, dass derzeit Gespräche über Optionen geführt werden, die im Falle einer Umsetzung einen wesentlichen Einfluss auf die Gesellschaft hätten. Anschließend fuhr die Aktie Achterbahn: Auf 15 Prozent Plus auf die Mitteilung am Mittwoch gab es am Donnerstag, nach der ersten Meldung über einen Abschied von der Börse, knapp 14 Prozent Minus.

Air Berlin steht finanziell ganz schlecht da

Geschäftlich geht es Air Berlin nicht gut. Analysten rechnen für das vergangene Jahr mit einem deutlichen Minus. Erwartet wird ein operativer Jahresverlust (Ebit) zwischen 114 und 132 Millionen Euro nach 70 Millionen Euro Gewinn im Jahr zuvor. Der Konzern hatte damals von hohen Extraeinnahmen aus dem Verkauf seines Vielfliegerprogramms an Etihad profitiert. Die arabische Fluglinie hatte Air Berlin zuletzt finanziell kräftig unterstützt.

Experten sehen neue Allianzen als möglichen Weg, um Air Berlin wieder flott zu machen. Spekuliert worden war auch über eine Anbindung von Air Berlin an Alitalia.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR;

shopping-portal