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Autobanken als Vorbild: Maschinenbauer Trumpf gründet eigene Bank


Autobanken als Vorbild  

Maschinenbauer Trumpf gründet eigene Bank

26.03.2014, 13:00 Uhr | dpa, t-online.de

Autobanken als Vorbild: Maschinenbauer Trumpf gründet eigene Bank. Mit einem eigenen Finanzinstitut will Trumpf sein Geschäft weiter ankurbeln (Quelle: dpa)

Mit einem eigenen Finanzinstitut will Trumpf sein Geschäft weiter ankurbeln (Quelle: dpa)

Trumpf will es Kunden und Mitarbeitern erleichtern, in seine Maschinen zu investieren. Deshalb gründet der Spezialist für Lasersysteme und Werkzeugmaschinen eine eigene Bank - eine ungewöhnliche Entscheidung für einen Maschinenbauer. Das Traditionsunternehmen will damit seine Geschäfte ankurbeln.

Finanzdienstleistungen nach bewährtem Vorbild

Es gehe darum, Käufern von Maschinen maßgeschneiderte Finanzdienstleistungen zu bieten, sagte Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller in Ditzingen. Auf diese Weise will Trumpf nach dem Vorbild von Autobanken seinen Absatz stärken. "Wir tun einen kleinen Schritt dazu, das Investitionsklima zu verbessern", sagte Leibinger-Kammüller.

Die meisten großen Autohersteller haben eigene Institute, um ihren Kunden Finanzierungsangebote zu machen. Im Maschinenbau sind solche Offerten noch nicht üblich. Trumpf finanziert seit 2001 das Geschäft seiner Kunden wie andere Maschinenbauer auch über eine eigene Leasinggesellschaft.

Bank kann europaweit agieren

Für das neue Institut mit dem Namen Trumpf Financial Services hat Trumpf eine Vollbanklizenz beantragt, auf diese Weise kann die Bank europaweit aktiv werden. Außerdem könne die Firma ihren Kunden Zugang zu Krediten von Förderbanken wie der KfW verschaffen, erklärte einer der Geschäftsführer des Instituts, Dieter Ulrich. Das Institut arbeitet mit Partnern wie der Leasinggesellschaft der französischen Société Générale und der Deutschen Leasing zusammen.

Die Trumpf-Bank verfüge über eine Eigenkapitalquote von 36 Prozent, die Bilanzsumme liege zum Start bei 50 Millionen Euro. "Wir wollen die Bilanzsumme klein halten", sagte Ulrich. Zum Start habe Trumpf Financial Service 13 Mitarbeiter.

Verdopplung des Neugeschäfts angestrebt

Ziel sei es aber, das in der Leasinggesellschaft generierte Neugeschäft von zuletzt 150 Millionen Euro in den kommenden drei Jahren zu verdoppeln. Dabei werde sich Trumpf aber auf die Finanzierung der eigenen Maschinen beschränken. Der Maschinenbauer machte zuletzt 2,3 Milliarden Euro Jahresumsatz.

Im Einlagengeschäft soll die Bank den Trumpf-Mitarbeitern vorbehalten bleiben. Sie sollen im Sommer Angebote für Spar-, Tages- und Festgeldkonten mit Konditionen im oberen Drittel des Marktes erhalten. Eine Öffnung für andere Kunden sei nicht geplant, sagte Harald Völker, kaufmännischer Geschäftsführer bei Trumpf. Das Einlagengeschäft solle mit Augenmaß betrieben werden.

Trumpf hat seinen Hauptsitz in Ditzingen nahe Stuttgart. Das Familienunternehmen beschäftigt mehr als 9900 Mitarbeiter und hat im Geschäftsjahr 2012/13 nach eigenen Angaben weltweit einen Umsatz von 2,34 Milliarden Euro erwirtschaftet.

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