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Bank of America berappt wegen fauler Immobilienkredite Milliarden


Sünden der Vergangenheit  

Bank of America berappt Milliardensumme

27.03.2014, 10:46 Uhr | AP, t-online.de, dpa-AFX

Bank of America berappt wegen fauler Immobilienkredite Milliarden. Bank of America einigt sich auf Vergleichszahlung (Quelle: dpa)

Bank of America einigt sich auf Vergleichszahlung (Quelle: dpa)

Die Bank of America hat sich wegen strittiger Hypothekengeschäfte aus den Jahren 2005 bis 2007 auf eine Vergleichszahlung von 9,33 Milliarden Dollar (rund 6,7 Milliarden Euro) geeinigt, wie die zuständige US-Aufsichtsbehörde FHFA bekannt gegeben hat.

Der Behörde zufolge fließen 6,4 Milliarden Dollar an die Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac. Zudem kauft die Bank of America den Unternehmen Hypothekenpapiere im Wert von mehr als drei Milliarden Dollar wieder ab.

Die FHFA hatte 2011 insgesamt 18 Finanzkonzerne verklagt, die Fannie Mae und Freddie Mac Hypothekenpapiere verkauft hatten. Der Vorwurf lautete, dass die Banken die darin enthaltenen Hauskredite zu rosig dargestellt hätten. In der ab 2007 hereinbrechenden Finanzkrise verloren die Papiere massiv an Wert. In der Folge musste der Staat bei den Immobilienfinanzierern rettend einspringen.

Einigung mit weiteren Banken

Nach der Lösung des aktuellen Falls stehen noch sieben Klagen aus. Erst in der vergangenen Woche hatte die Credit Suisse einer Zahlung von 885 Millionen Dollar zugestimmt. Die Deutsche Bank hatte sich Ende vergangenen Jahres auf die Zahlung von 1,9 Milliarden Dollar geeinigt. US-Branchenprimus JPMorgan Chase zahlte für die Beilegung des juristischen Streits vier Milliarden Dollar und kaufte für weitere 1,1 Milliarden Dollar Hypothekenpapiere zurück.

Die Bank of America muss besonders tief in die Tasche greifen, weil sie auch für Geschäfte des in der Finanzkrise geschluckten Immobilienfinanzierers Countrywide sowie der Investmentbank Merrill Lynch geradesteht. Im Rahmen eines Vergleichs um die Übernahme von Merrill Lynch muss die Bank of America nun 15 Millionen Dollar zahlen und deren früherer Chef Kenneth Lewis selbst zehn Millionen Dollar. Zudem darf Lewis drei Jahre lang kein börsennotiertes Unternehmen als Manager führen oder als Verwaltungsratsmitglied kontrollieren.

Ärger wegen leichtfertig vergebener Kredite

Insbesondere wegen Countrywide war die Bank of America in den vergangenen Jahren immer wieder in teure Rechtsstreitigkeiten verwickelt. Der Finanzierer hatte Kredite besonders leichtfertig vergeben.

Die großen Banken haben für Rechtsstreitigkeiten hohe Beträge auf die Seite gelegt. Wegen des teuren Vergleichs muss die Bank of America aber noch einmal nachschießen und rechnet für das erste Quartal mit einer Schmälerung des Gewinns vor Steuern von 3,7 Milliarden Dollar. Sie legt ihre Zwischenbilanz am 16. April vor.

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