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Strategiewechsel bei Opel: Rückzug aus China und Investitionen in Stammsitz


Strategiewechsel bei Opel  

Rückzug aus China und Investitionen in Stammsitz

28.03.2014, 13:28 Uhr | t-online.de, AP, dpa-AFX

Strategiewechsel bei Opel: Rückzug aus China und Investitionen in Stammsitz. Der Autobauer Opel will kräftig in seinen Stammsitz im hessischen Rüsselsheim investieren  (Quelle: dpa)

Der Autobauer Opel will kräftig in seinen Stammsitz im hessischen Rüsselsheim investieren (Quelle: dpa)

Umdenken bei Opel: Die Automarke mit dem Blitz zieht sich zum Januar 2015 komplett aus China zurück, wie das Unternehmen nach einer Aufsichtsratssitzung mitteilte. Gleichzeitig wolle man kräftig in das Werk am Stammsitz Rüsselsheim investieren, um dort ein neues Fahrzeug zu produzieren.

Den Rückzug aus dem Reich der Mitte begründete Opel-Chef Karl-Thomas Neumann mit den Worten: "Das ist eine längst überfällige Entscheidung. Es hätte einen hohen dreistelligen Millionenbetrag erfordert, Opel zu mehr Bekanntheit zu führen und das Vertriebsnetz auszubauen."

Opel-Modelle unter Buick-Label

So konnte Opel in China nie Fuß fassen und verkaufte dort im vergangenen Jahr nur 4365 Fahrzeuge. Der Weggang aus dem Land bedeute aber nicht, dass Chinesen die europäischen Modelle des US-Mutterkonzerns General Motors (GM) nicht mehr kaufen können.

So werde etwa ausgelotet, ob Opel-Modelle wie der Insignia, der Astra oder der Mokka unter dem Label der GM-Schwestermarke Buick in Europa gebaut und nach Fernost exportiert werden. Laut Neumann zählt Buick, das im vergangenen Jahr 810.000 Wagen in China verkauft habe, zu den Marktführern in dem Land. Zudem habe Buick nicht nur 22 Händler vor Ort wie Opel, sondern 650.

Deshalb hofft Neumann, durch den Vertrieb der Opel-Modelle unter dem Buick-Label den Absatz kräftig zu steigern: "Und es ist unser klares Ziel, in unsere Zusammenarbeit zu intensivieren. Dazu prüfen wir derzeit eine ganze Reihe von Projekten."

Investitionen ihn den Stammsitz

Zur Stärkung seines Stammsitzes in Rüsselsheim gab der Autobauer bekannt, hier in den kommenden Jahren ein neues Opel-Modell sowie einen Buick als weitere Insignia-Variante für den US-Markt produzieren zu wollen. Investitionen von 245 Millionen Euro seien geplant. Aktuell werden in Rüsselsheim vier Varianten des Insignia sowie ab Januar 2015 der Zafira Tourer gefertigt.

Details zu dem neuen Opel-Modell will das Unternehmen aus Wettbewerbsgründen allerdings erst zum Jahresende bekannt geben. Medien wie die "Autobild" spekulieren derweil, dass es sich um einen großen Crossover - also eine Mischung aus einer Limousine und einem SUV - als zweites Flaggschiff neben dem Insignia handeln könne.

"Profitables Wachstum" angepeilt

"Mit der Investition in ein zusätzliches Modell für Rüsselsheim werden wir einen weiteren, wichtigen Schritt in unserer milliardenschweren Modelloffensive gehen und bei Opel für profitables Wachstum sorgen", sagte GM-Präsident und Opel-Aufsichtsratschef Dan Ammann. Gesamtbetriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug sieht in den Entscheidungen einen weiteren "Beleg für das Vertrauen von GM in Opel".

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