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Berliner Flughafen: BER-Eröffnung auch 2016 "akut gefährdet"

Noch über zwei Jahre  

BER-Eröffnung auch 2016 "akut gefährdet"

29.03.2014, 13:02 Uhr | rtr

Berliner Flughafen: BER-Eröffnung auch 2016 "akut gefährdet". Der neue Berliner Flughafen BER wird und wird nicht fertig (Quelle: dpa)

Der neue Berliner Flughafen BER wird und wird nicht fertig (Quelle: dpa)

Die Eröffnung des neuen Berliner Großflughafens BER liegt bereits in weiter Ferne - weitere zweieinhalb Jahre dauert es mindestens. Doch sie könnte sich noch mehr verzögern. Die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) zitiert aus einem Schreiben, dass eine Inbetriebnahme 2016 "akut gefährdet" sei, da der Bau deutlich mehr Zeit in Anspruch nähme als bislang angenommen.

Der Brief des hochrangigen Mitarbeiters des Projekts sei an die Aufsichtsräte des Flughafens gegangen. Ein Start im Oktober 2016 sei der Idealfall, wird der Architekt und Baufachmann Harald Siegle zitiert. Es fehle eine klare Planung, das Handeln sei von Aktionismus ohne angemessene Abstimmung und Sachkunde geprägt, lautet der Vorwurf des Experten.

Der Zeitung zufolge ist Siegle Leiter des Real Estate Managements, das die Immobilien des auch unter dem Kürzel BER bekannten Flughafens vermarktet. Diesen Bereich wolle BER-Chef Hartmut Mehdorn kurzfristig auflösen und aufteilen. Damit gingen "eine Reihe von Funktionen verloren, die für die Betriebssicherheit und die Fertigstellung des BER wesentlich sind", schrieb der Architekt.

Kein Kommentar vom BER

Die Flughafengesellschaft wollte die Informationen gegenüber der Zeitung nicht kommentieren. Ein Sprecher von Mehdorn erklärte: "Die zügige, sichere und verlässliche Inbetriebnahme des BER steht im Zentrum unseres Handelns."

Der neue Berliner Flughafen sollte eigentlich im Juni 2012 eröffnet werden. Wegen technischer Probleme wurde dieser Termin wie später auch noch weitere gekippt. Mehdorn hatte zuletzt einen Start erst 2016 nicht mehr ausgeschlossen. Die Kosten werden inzwischen auf mehr als fünf Milliarden Euro geschätzt, ursprünglich waren rund zwei Milliarden angesetzt.

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