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Neue Gewinnziele schieben Deutsche-Post-Aktie auf Rekordhoch

Von reuters, dpa-afx
02.04.2014Lesedauer: 2 Min.
Post-Verteilzentrum: Der Versandhandel beschert dem Logistik-Konzern eine rosige Zukunft
Post-Verteilzentrum: Der Versandhandel beschert dem Logistik-Konzern eine rosige Zukunft (Quelle: imago-images-bilder)
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Die Aussicht auf ein kräftiges Gewinnwachstum in den kommenden Jahren hat die Aktien der Deutschen Post am Mittwoch beflügelt. Ein Tagesplus von gut vier Prozent beförderte die Papiere des Logistikkonzerns auf ein neues historisches Rekordhoch.

Internet-Handel beflügelt Post-Geschäft

Die Deutsche Post will vor allem dank des boomenden Online-Handels und des Wachstums in Schwellenländern bis 2020 deutlich mehr verdienen. Den Erfolg im deutschen Paketgeschäft - hier ist die Post mit klarem Abstand Marktführer - will Konzernchef Frank Appel dabei in andere Länder exportieren. Den Anfang sollen dabei die Benelux-Länder, Polen, die Tschechische Republik und Indien machen, kündigte Appel bei der Vorlage seiner neuen "Strategie 2020" an.

Der Post-Chef will bei der Expansion bis 2020 ohne große Zukäufe auskommen: "Finanzielle oder strategische Abenteuer wird dieser Vorstand nicht eingehen." Die Post-Welt will Appel ebenfalls nicht neu erfinden: Seine neue Strategie sei "keine Revolution, sondern eine Weiterentwicklung".

Wachstum von gut acht Prozent - jährlich

Die Post solle bis 2020 deutlich mehr verdienen, kündigte Appel an. Der Konzern peile auf Basis des operativen Gewinns (Ebit) von 2,86 Milliarden Euro 2013 ein jährliches Ergebniswachstum von durchschnittlich mehr als acht Prozent pro Jahr an. Rein rechnerisch würde die Post damit 2020 einen operativen Gewinn von rund fünf Milliarden Euro erzielen.

In den DHL-Bereichen rund um das Expressgeschäft und die Logistik rechnet Appel dabei mit einem Ebit-Wachstum von jährlich rund zehn Prozent, in der Briefsparte mit dem boomenden Paket-Geschäft sollen es rund drei Prozent sein.

Kampfansage an europäische Konkurrenten

Das Paketgeschäft brummt, die Post hatte in Deutschland im vergangenen Jahr erstmals mehr als eine Milliarde Pakete ausgeliefert. Denn immer mehr Kunden bestellen ihre Waren bei Online-Händlern wie Amazon oder Zalando, Dienstleister wie die Deutsche Post, UPS, FedEx oder TNT liefern sie dann aus. Die Post wolle "Schritt für Schritt" weitere europäische Märkte erschließen, betonte Appel - eine Kampfansage auch an Konkurrenten wie die niederländische TNT.

Zulegen will die Post aber auch in Schwellenländern. Im Expressgeschäft ist sie bereits in Asien Marktführer. Bis 2020 solle der Anteil der Wachstumsmärkte am Konzernumsatz von derzeit rund 20 Prozent auf dann etwa 30 Prozent gesteigert werden, kündigte Appel an.

Stabile Dividende angekündigt

Die Finanzstrategie bleibe unverändert, versicherte der Manager. Dies gelte auch für die Ausschüttungsquote bei der Dividende. Überschüssige Liquidität solle weiter vornehmlich für die Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen eingesetzt sowie für Aktienrückkäufe oder Sonder-Dividenden verwendet werden.

Appel hatte zuletzt 2009 eine Mittelfrist-Strategievorgestellt, die bis 2015 gilt. Im kommenden Jahr soll das Ebit bei 3,35 bis 3,55 Milliarden Euro liegen, bekräftigte er am Mittwoch erneut. Im vergangenen Jahr lag es bei 2,86 MilliardenEuro. Für 2014 plant Appel mit einem operativen Gewinn zwischen 2,9 und 3,1 Milliarden Euro.

Mageres Geschäftsjahr 2013

Im zurückliegenden Geschäftsjahr hatte die Post einen Umsatzrückgang von 0,8 Prozent auf 55,1 Milliarden Euro verzeichnet. Für das Minus machte der Logistikriese vor allem negative Währungseffekte verantwortlich. Gleichzeitig stieg der Konzerngewinn auf 2,1 Milliarden Euro - ein Plus von 28 Prozent beziehungsweise 450 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr.

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