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Kosmetikkonzern L'Oréal zeigt Aldi die kalte Schulter


Weltgrößter Kosmetikkonzern  

L'Oréal zeigt Aldi die kalte Schulter

02.04.2014, 10:44 Uhr | dpa

Kosmetikkonzern L'Oréal zeigt Aldi die kalte Schulter. Der französische Kosmetikkonzern L'Oréal verzichtet auf eine Zusammenarbeit mit Aldi (Quelle: dpa)

Der französische Kosmetikkonzern L'Oréal verzichtet auf eine Zusammenarbeit mit Aldi (Quelle: dpa)

Normalerweise reißen sich Hersteller um Aldi. Nicht aber der französische Kosmetikgigant L'Oréal. Der Konzern will derzeit auf eine Zusammenarbeit mit dem größten deutschen Discounter verzichten. Der Verkauf von Produkten des Kosmetik-Weltmarktführers bei Aldi sei nicht geplant, sagte die Deutschland-Chefin des französischen Konzerns, Nathalie Roos, vor einigen Tagen am Rande einer Veranstaltung in Düsseldorf.

Auch angesichts eines zunehmenden Preiskampfs herrscht in der Branche Uneinigkeit über die Zusammenarbeit mit dem deutschen Discountprimus. Während der Hamburger L'Oréal-Konkurrent Beiersdorf seit Mai vergangenen Jahres mit seiner Marke Nivea in den Aldi-Regalen vertreten ist, zeigt Roos dem Einzelhändler nach wie vor die kalte Schulter.

Ohne viel Rückenwind aus dem Discounter-Geschäft hatte L'Oréal bereits seinen Umsatz in Deutschland im vergangenen Jahr um 6,3 Prozent auf die neue Rekordmarke von 1,1 Milliarden Euro gesteigert. L'Oréal-Produkte seien derzeit lediglich in geringem Umfang bei den Aldi-Konkurrenten Lidl und Penny vertreten. Angeboten werden etwa Colorationen sowie Haar- und Gesichtspflegeprodukte.

Spezielle Angebote für Bartträger

Deutschland sei der am stärksten wachsende Markt in Westeuropa für den französischen Konzern, berichtet die 48-Jährige. Kräftig wachsen möchte L'Oréal in Deutschland etwa mit Angeboten für speziellere Zielgruppen wie Bartträger oder Menschen mit dünnem Haar.

Insgesamt schätzt der französische Marktführer den deutschen Kosmetikmarkt auf rund 11,5 Milliarden Euro mit einem Wachstum von rund 2,1 Prozent im vergangenen Jahr. Eine Studie des Beratungsunternehmens KPMG und des Kölner Instituts für Handelsforschung (IFH) geht dagegen von einem Marktvolumen in Deutschland von rund 13 Milliarden Euro aus.

Mit rund 7,1 Milliarden Euro stellt der Markt für Körperpflege dabei immer noch den größten Anteil - und hat gleichzeitig das geringste Wachstumspotenzial.

"Der Markt für Personal Care (Körperpflege, Kosmetik und Duft) wächst stabil und ist dabei relativ krisenresistent", heißt es in der Studie. Fortgesetzte Rabattaktionen und Preisverfall machten den Anbietern vor allem im Massengeschäft zu schaffen. Bei sogenannter Premiumkosmetik sei die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate dagegen seit der Jahrtausendwende doppelt so hoch wie die des Gesamtmarkts.

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