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Bundesbank ratlos: Eine Milliarde alter Fünf-Euro-Scheine verschollen


Bundesbank rätselt  

Alte Fünf-Euro-Scheine verschollen

04.04.2014, 15:17 Uhr | t-online.de

Bundesbank ratlos: Eine Milliarde alter Fünf-Euro-Scheine verschollen. Noch zahllose der alten Fünf-Euro-Scheine sind im Umlauf, doch ihr Verbleib ist ungewiss (Quelle: t-online.de)

Noch zahllose der alten Fünf-Euro-Scheine sind im Umlauf, doch ihr Verbleib ist ungewiss (Quelle: t-online.de)

Seit Mai 2013 gibt es die neuen Fünf-Euro-Scheine. Drei Viertel der insgesamt 1,6 Milliarden Fünfer entstammen jedoch der alten Serie. Wo sie sind, weiß aber niemand - denn eingetauscht wurde nur der geringste Teil der Banknoten.

Wie die Bundesbank der Zeitung "Die Welt" mitteilte, entstammen 92 Prozent der Fünf-Euro-Scheine, die durch Händler oder andere Unternehmen bei ihr eingezahlt werden, der neuen Serie. Gerade einmal acht Prozent seien noch alte Scheine. Das heißt, dass bei den alltäglichen Geschäften wie Einkäufen oder in Restaurants so gut wie keine alten Scheine mehr genutzt werden.

Geschäfte fast nur mit neuen Fünfern

Dennoch sind die alten Fünfer weiterhin im Umlauf. So gehören den Bundesbank-Informationen der "Welt" zufolge 74 Prozent aller bis dato in Umlauf gebrachten Scheine zur alten Serie. Dagegen machen die neuen Scheine nur etwas mehr als ein Viertel aus.

Im Ausland oder in Spardosen

Ungeklärt scheint somit, wo die beachtliche Masse an alten Scheinen verblieben ist. Gegenüber T-Online.de vermutete ein Sprecher der Bundesbank, dass ein Großteil der alten Geldnoten bei Urlaubsreisen im Ausland gelandet sein dürfte. Dem Sprecher nach werden wahrscheinlich auch zahllose Scheine in Spardosen aufbewahrt. Dadurch wären sie dem Geldkreislauf praktisch entzogen.

Auch die Vermutung, dass viele der alten Scheine ganz bewusst gehortet werden, scheint zunächst schlüssig. Dafür spricht, dass vor allem die Deutschen eine Vorliebe für sogenannte "Schlafmünzen" haben. So wurden der Bundesbank zufolge bis Ende November 2013 immer noch 13,1 Milliarden D-Mark, also umgerechnet fast 6,7 Milliarden Euro, nicht umgetauscht. Jedoch, so der Bundesbank-Sprecher gegenüber T-Online.de, sei dies im Fall der Euro-Fünfer eher unwahrscheinlich, da sich die geringwertigen Scheine zum Geldhorten kaum eignen.

Möglicherweise für immer verschollen

Daneben taucht verschwunden geglaubtes Bargeld oftmals nur zufällig wieder auf, etwa bei Renovierungen oder Entrümpelungen. Ebenso wahrscheinlich ist somit, dass ein Großteil der alten Fünf-Euro-Scheine, ebenso wie zahllose Banknoten der D-Mark, für immer verschwunden bleiben.

Den Angaben der "Welt" zufolge handelt es sich bei den alten Euro-Fünfern um die fast schon unglaubliche Menge von 1,2 Milliarden Scheine. Bei 330 Millionen Bürgern der Eurozone würde das bedeuten, dass jeder Bürger durchschnittlich vier der alten Fünfer in seinem Besitz hat.

Gegen diese Rechnung spricht jedoch, dass der Euro vor allem auch in anderen Teilen der Welt als inoffizielles Zahlungsmittel genutzt wird, wodurch in den kommenden Jahren womöglich doch noch etliche der verschollenen Euro-Fünfer zurückkommen könnten.

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