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US-Gericht verdonnert Pharmafirmen zu 9 Milliarden Dollar Strafe


Saftige Geldstrafe  

US-Gericht verdonnert Pharmakonzerne zu neun Milliarden Dollar

08.04.2014, 15:31 Uhr | rtr

US-Gericht verdonnert Pharmafirmen zu 9 Milliarden Dollar Strafe. Takeda soll gemeinsamt mit Eli Lilly verschwiegen haben, dass ein Medikament Krebs verursachen kann (Quelle: Reuters)

Takeda soll gemeinsamt mit Eli Lilly verschwiegen haben, dass ein Medikament Krebs verursachen kann (Quelle: Reuters)

Ein US-Gericht hat zwei Pharmakonzerne zu einer Geldstrafe von neun Milliarden Dollar verdonnert. Japans größter Arzneimittelhersteller Takeda und die US-Pharmafirma Eli Lilly sollen verschwiegen haben, dass ihr umsatzstarkes Diabetes-Medikament Actos Krebs verursachen kann.

Der Entscheidung des Bezirksgerichts in Lafayette im US-Bundesstaat Louisiana zufolge muss Takeda sechs Milliarden Dollar (4,3 Milliarden Euro) zahlen, Eli Lilly drei Milliarden (2,2 Milliarden Euro). Das Urteil sei mit "erstauntem Schweigen" aufgenommen worden, sagte der Anwalt der Klägerseite, Mark Lanier.

Die Jury verfügte zudem, die Firmen müssten rund 1,5 Millionen Dollar (1,1 Millionen Euro) Schadenersatz zahlen.

In allen 14 Fragen haftbar zu machen

Nach Auskunft des Klägeranwalts befanden die Geschworenen, dass die Unternehmen in allen 14 Fragen haftbar zu machen sind. Takeda kündigte an, sich mit allen rechtlichen Mitteln gegen die Entscheidung zur Wehr zu setzen. Dazu zähle auch der Gang in die Berufung. Dem Pharmakonzern zufolge waren die Beweise nicht ausreichend, um zu zeigen, dass Actos Krebs verursacht habe.

Im vergangenen Mai hatte ein Gericht eine Jury-Entscheidung kassiert, die Takeda eine 6,5 Millionen Dollar schwere Geldbuße auferlegt hatte. Das Gericht befand, die Klägeranwälte hätten keine verlässlichen Beweise dafür vorgebracht, dass Actos für eine Krebserkrankung verantwortlich gewesen sei.

"Niemand ging raus und kaufte sich ein neues Haus"

Klägeranwalt Lanier zufolge ist nicht sicher, ob die nun verhängten Milliardengeldbußen im weiteren Verlauf des Verfahrens Bestand haben. "Niemand ging raus und kaufte sich ein neues Haus", sagte er. Das sei ein konservatives Gericht, er habe da keine großen Illusionen.

An der Börse in Tokio brach der Kurs der Takeda-Aktie zeitweise um 8,8 Prozent auf 4396 Yen ein - der größte Tagesverlust seit fünf Jahren. Lilly-Aktien büßten im Frankfurter Börsenhandel mehr als fünf Prozent ein.

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