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Deutsche Exporte waren im Februar schwächer als erwartet


Außenhandel  

Deutsche Exporte im Februar schwächer als erwartet

09.04.2014, 14:25 Uhr | rtr, dpa-AFX, t-online.de

Deutsche Exporte waren im Februar schwächer als erwartet. Schiff vor New York: Deutschland exportiert weiterhin mehr Waren als es einführt (Quelle: Reuters)

Deutschland exportiert weiterhin mehr Waren als es einführt (Quelle: Reuters)

Deutschland hat im Februar weniger exportiert als erwartet. Die Exporte fielen zum Vormonat um 1,3 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt mit. Das war der stärkste Rückgang seit Mai 2013. Zuvor befragte Ökonomen hatten mit einem Minus von lediglich 0,5 Prozent gerechnet, nachdem es im Januar mit 2,2 Prozent den stärksten Zuwachs seit anderthalb Jahren gegeben hatte.

Im Jahresvergleich weiter verbessert

Im Vergleich zum Vorjahr liegen die Außenhandelszahlen gut im Rennen. Die Unternehmen verkauften Waren im Wert von 92,4 Milliarden Euro ins Ausland und damit 4,6 Prozent mehr als im Februar 2013. Besonders stark legten dabei die Exporte in EU-Länder, die nicht Teil der Euro-Zone sind. Dazu gehören osteuropäische Staaten wie Polen sowie Großbritannien. Hier gab es ein Plus von 12,4 Prozent. Die Ausfuhren in die Euro-Zone legten um 3,7 Prozent zu, die außerhalb der EU-Länder kletterten um 1,8 Prozent.

Im Januar und Februar zusammen übertrafen die Exporte ihr Vorjahresniveau um 3,8 Prozent. Der Branchenverband BGA rechnet im Gesamtjahr 2014 mit einem Wachstum von drei Prozent, nachdem die Ausfuhren im vergangenen Jahr noch leicht geschrumpft waren.

Einfuhren gesteigert

Die Importe zogen um 0,4 Prozent zum Vormonat an. Analysten hatten hier lediglich mit einem Plus von 0,1 Prozent gerechnet. Im Jahresvergleich stiegen die Einfuhren um 6,5 Prozent auf 76,1 Milliarden Euro. Damit ging der Überschuss in der Außenhandelsbilanz im Vorjahresvergleich um 0,5 Milliarden auf 16,3 Milliarden Euro zurück.

Der Handelsüberschuss - die Differenz zwischen Aus- und Einfuhren - lag saison- und kalenderbereinigt bei 15,7 Milliarden Euro. Er fiel damit um gut zwei Milliarden Euro geringer aus als erwartet.

Experten zuversichtlich

Ökonomen äußerten sich zu den Aussichten im Außenhandel. Christian Schulz von der Berenberg Bank sagte: "Die Exporte werden aufgrund der Turbulenzen in den Schwellenländern und der Krim-Krise etwas unter Druck bleiben. Dagegen hilft die Erholung in den USA und in Großbritannien sowie in den Euro-Ländern. Auf der anderen Seite wachsen die Importe, weil die Verbraucher mehr konsumieren und die Unternehmen mehr investieren. Der Trend sollte anhalten, dass die Importe schneller wachsen als die Exporte." Das sei ein gutes Zeichen für die heimische Nachfrage und helfe den Euro-Krisenländern, mit Exporten aus der Krise herauszuwachsen.

Rainer Sartoris von HSBC Trinkaus sieht den Grund für den Export-Rückgang zum einen in der Konjunkturdelle in den USA wegen des ungewöhnlich kalten Wetters. "Zum anderen belastet die schwächere Konjunkturentwicklung in China. Die deutschen Exporteure haben in den vergangenen Jahren sehr stark von China profitiert. Wir rechnen dort nicht mit einer schnellen Trendwende", so der Experte. Auch in anderen großen Schwellenländern laufe es nicht richtig rund.

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