Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > News > Eigene >

Inflation sinkt auf ein Prozent: Tiefster Stand seit Mitte 2010


Dreieinhalb-Jahres-Tief  

Inflation sinkt auf tiefsten Stand seit Mitte 2010

11.04.2014, 09:56 Uhr | rtr

Inflation sinkt auf ein Prozent: Tiefster Stand seit Mitte 2010. Die Preise für Nahrungsmittel verteuerten sich erneut überdurchschnittlich (Quelle: dpa)

Die Preise für Nahrungsmittel verteuerten sich erneut überdurchschnittlich (Quelle: dpa)

Der Preisauftrieb in Deutschland hat sich weiter abgeschwächt. Billigeres Tanken und Heizen sowie langsamer steigende Lebensmittelpreise haben die Inflationsrate auf den niedrigsten Stand seit dreieinhalb Jahren gedrückt. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im März nur noch um ein Prozent zum Vorjahresmonat, teilte das Statistische Bundesamt mit. Das ist der niedrigste Wert seit August 2010. Im Februar lag er noch bei 1,2 Prozent, im Januar bei 1,3 Prozent. "Damit setzt sich die rückläufige Entwicklung des Preisauftriebs weiter fort", erklärte das Amt.

Wie schon in den Vormonaten verbilligte sich leichtes Heizöl mit 7,5 Prozent deutlich. Kraftstoffe kosteten 3,1 Prozent weniger als im März 2013. Nahrungsmittel verteuerten sich mit 2,2 Prozent zwar erneut überdurchschnittlich. Allerdings war der Anstieg im Vormonat mit 3,5 Prozent noch viel deutlicher ausgefallen. Gurken waren diesmal um fast ein Drittel günstiger zu haben als noch vor Jahresfrist, Paprika kostete 17,1 Prozent weniger. Dagegen verteuerten sich viele Molkereiprodukte erneut spürbar, darunter Quark (plus 18,9 Prozent), H-Milch (plus 13,4), Schnittkäse (plus 12,7) und Joghurt (plus 7,1).

Experten zufolge müssen sich die Deutschen bald wieder auf eine höhere Inflation einstellen: 2015 könnte die Rate mit 2,5 Prozent mehr als doppelt so hoch liegen wie aktuell, sagen etwa die DZ Bank und das Institut für Weltwirtschaft voraus. Grund dafür ist der von den meisten Experten prognostizierte Aufschwung, der zu deutlich höheren Löhnen führen dürfte. Das eröffnet den Unternehmen größeren Spielraum für Preiserhöhungen.

Deflation: Bundesregierung teilt Befürchtungen nicht

Davon geht auch die Bundesregierung aus und hält die Warnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) vor einer Deflation in der Euro-Zone für überzogen. Deutschland teile nicht die Ansicht, dass es Deflationstendenzen und Deflationsängste gebe, hieß es aus dem Finanzministerium. Die niedrigen Energie- und Rohstoffpreise drückten die Preise ebenso wie die Lohnzurückhaltung in Südeuropa. "Davon sollte keiner überrascht sein."

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
New Collection - Daisies & Stripes
bei TOM TAILOR
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal