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Ukraine-Konflikt belastet ZEW-Konjunkturerwartungen


Niedrigster Stand seit August 2013  

ZEW-Konjunkturerwartungen überraschend deutlich zurückgegangen

15.04.2014, 13:28 Uhr | dpa-AFX

Ukraine-Konflikt belastet ZEW-Konjunkturerwartungen . Die Ukraine-Krise belastet die ZEW-Konjunkturerwartungen (Quelle: Marcus Brandt/dpa )

Die Ukraine-Krise belastet die ZEW-Konjunkturerwartungen (Quelle: Marcus Brandt/dpa )

Die Entwicklungen in der Ukraine haben auf die Stimmung deutscher Finanzexperten geschlagen. "Dass die Finanzmarktexperten im April vorsichtigere Prognosen abgeben, dürfte mit dem Ukraine-Konflikt zusammenhängen, der nach wie vor für Verunsicherung sorgt", begründete das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim den überraschend deutlichen Rückgang des ZEW-Index. Eine Gefahr für den Aufschwung sehen Experten jedoch nicht. Die aktuelle wirtschaftliche Lage bewerten die Analysten auch deutlich besser als zuletzt.

Die ZEW-Konjunkturerwartungen sind im April zum Vormonat um 3,4 Punkte auf 43,2 Punkte gefallen. Volkswirte hatten lediglich mit einem Rückgang auf 45,0 Punkte gerechnet. Dies ist der niedrigste Stand seit August 2013. Allerdings liegt die Zahl immer noch auf einem hohen Niveau. Der langfristige Mittelwert für die ZEW-Konjunkturerwartungen beträgt 24,6 Punkte.

Lage wird deutlich besser beurteilt

Überraschend deutlich verbesserte sich hingegen die Beurteilung der aktuellen Lage. Sie stieg um 8,2 Punkte auf 59,5 Punkte. Volkswirte hatten hier lediglich mit einem Anstieg auf 51,5 Punkte gerechnet. Bei der Lagebeurteilung dürften sich laut Ökonomen die zuletzt die gute Auftragslage sowie die optimistischen Stimmungsumfragen bei Unternehmen und Verbrauchern positiv bemerkbar gemacht haben. Das ZEW erklärt den Rückgang der Erwartungen auch mit der guten aktuellen Lage. Die Konjunktur sei "bereits gut in Fahrt", so dass die Erwartungen für die nächsten sechs Monate etwas zurückgenommen worden seien.

Der Rückgang bei den Erwartungen sei wegen der Ukraine-Krise nicht überraschend und sollte keine Zweifel am Aufschwung aufkommen lassen, kommentierte Experte Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen. Unter Berücksichtigung der Lageeinschätzung ergebe sich unterm Strich immer noch eine positive Indikation für den Ifo-Geschäftsklimaindex, der in der kommenden Woche ansteht.

DAX weitet Verluste aus

In der Eurozone ging die Entwicklung in eine ähnliche Richtung wie in Deutschland, wenn auch die Lage dort noch erheblich schlechter beurteilt wird. Die Erwartungen verschlechterten sich um 0,3 Punkte auf 61,2 Punkte. Die Lage verbesserte sich um 6,2 Punkte auf minus 30,5 Punkte.

Der DAX weitete nach der Veröffentlichung seine Verluste aus. Am Devisenmarkt reagierte der Euro hingegen kaum auf die Veröffentlichung der ZEW-Daten. Auch der für den Anleihemarkt richtungsweisende Euro-Bund-Future bewegte sich kaum.

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