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Lebensmittel-Spekulation: Deutsche Bank hört Kritiker an - und enttäuscht sie

Lebensmittel-Spekulation  

Deutsche Bank hört Kritiker an - und enttäuscht sie

16.04.2014, 19:30 Uhr | rtr , dpa , t-online.de

Lebensmittel-Spekulation: Deutsche Bank hört Kritiker an - und enttäuscht sie. Gehört zu den Enttäuschten: Foodwatch-Chef Thilo Bode (Quelle: imago/Reiner Zensen)

Gehört zu den Enttäuschten: Foodwatch-Chef Thilo Bode (Quelle: imago/Reiner Zensen)

Die Deutsche Bank hat sich wie angekündigt mit Kritikern ihrer Spekulationen auf Lebensmittel-Rohstoffe getroffen. Doch eine Annäherung der unterschiedlichen Positionen hat es offensichtlich nicht gegeben. Die Spekulationsgegner zeigten sich nach der Diskussion mit führenden Vertretern der Bank enttäuscht.

"Die Deutsche Bank kam mit leeren Händen", erklärte der Geschäftsführer der Verbraucher-Organisation Foodwatch, Thilo Bode, nach der siebenstündigen Experten-Diskussion am Mittwoch in Frankfurt. "Weder konnte sie entkräften, dass ihre Finanzprodukte zu Preissteigerungen von Lebensmitteln beitragen, noch hat sie endlich einen Schlussstrich unter die Geschäfte mit dem Hunger gezogen." Ein konstruktiver Dialog sei unmöglich, so lange die Deutsche Bank nicht offen über den Umfang ihrer Spekulationsgeschäfte informiere.

"Ich habe den Eindruck, die Positionen haben sich nicht wirklich angenähert", sagte der Generalsekretär der Welthungerhilfe, Wolfgang Jamann. Er habe sich "ein wenig mehr Konsequenzen" erhofft.

Organisationen wie Foodwatch und Oxfam werfen Banken vor, ihre Termingeschäfte mit Getreide, Öl und anderen Rohstoffen trieben die Preise für Nahrungsmittel in die Höhe und trügen damit zum Hunger in der Dritten Welt bei. Zu dem Treffen waren fast 40 Vertreter von Kirchen, Nichtregierungs-Organisationen (NGO), Politik, Wirtschaft und Wissenschaft geladen, unter anderem aus dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und von der Allianz. Der Versicherer hatte einen Zusammenhang von Spekulationsgeschäften und Nahrungsmittelpreisen ebenfalls zurückgewiesen.

Offene Vertraulichkeit

Die Tagung unter dem Motto "Preisentwicklung bei Agrarrohstoffen - Wer ist wie in der Verantwortung?" fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Es galt die sogenannte Chatham House Rule. Demnach darf zwar über den Inhalt der Gespräche berichtet werden, aber nur so, dass Aussagen keinem Einzelnen zugeordnet werden können. Die Bank wollte sich zum Verlauf deshalb nicht äußern.

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Viele deutsche Banken hatten sich öffentlichkeitswirksam aus dem Rohstoff-Derivate-Markt zurückgezogen. Landwirte können sich mit dem Kauf der an Börsen gehandelten Papiere gegen fallende Preise absichern. Die Deutsche Bank fährt zwar ihr Geschäft mit physischen Rohstoffen zurück, hält aber am Derivate-Handel damit fest.

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