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Starbucks verlagert Zentrale nach Kritik von Amsterdam nach London


Nach massiver Kritik  

Starbucks will mehr Steuern zahlen

17.04.2014, 07:22 Uhr | rtr , AFP

Starbucks verlagert Zentrale nach Kritik von Amsterdam nach London. Starbucks-Filiale in London: Konzern will mehr Steuern zahlen (Quelle: Reuters)

Starbucks-Filiale in London (Quelle: Reuters)

Lange wurde die Kaffeehaus-Kette Starbucks wegen ihrer Praxis zur Minimierung von Steuern kritisiert, nun beugt sich der Konzern. Seine Europa-Zentrale wird von Amsterdam nach London verlagert. "Dieser Umzug bedeutet, dass wir höhere Steuern in Großbritannien zahlen werden", teilte die Kaffeehaus-Kette mit.

Starbucks-Manager Kris Engskov sagte, London sei der ideale Platz, um die europäischen Geschäftsaktivitäten auszubauen. Künftig soll von London aus das Europa-, Nahost- und Afrika-Geschäft gesteuert werden. Betroffen von dem Umzug sei das Management, erklärte Starbucks weiter. "Die Kaffee-Rösterei bleibt aber in den Niederlanden."

Unternehmen zahlte in Großbritannien keine Steuern

Zuletzt hatte der Druck auf das Unternehmen massiv zugenommen. Ein Bericht der Nachrichtenagentur Reuters hatte im vergangenen Jahr enthüllt, dass das Unternehmen in Großbritannien für das Geschäftsjahr bis Ende September 2012 keine Steuern gezahlt hat. Es war bereits das 15. Mal in Folge, dass Starbucks einen Verlust für seinen wichtigsten europäischen Markt auswies.

Zugleich aber gab Starbucks seinen Investoren gegenüber an, dass dieses Geschäft profitabel sei. In einer Parlamentsanhörung räumte Starbucks ein, mit den niederländischen Behörden eine Sondervereinbarung getroffen zu haben, die einen "sehr niedrigen Steuersatz dort" vorsah.

Auch andere Konzerne rechnen sich arm

Der Fall warf ein Schlaglicht darauf, wie sich internationale Konzerne legal steuerlich arm rechnen. Starbucks und andere multinationale Konzerne wie Google, Amazon und Apple wurden von einem Parlamentsausschuss wegen ihrer Steuerpolitik scharf angegangen. Daraufhin beugte sich Starbucks der Kritik und kündigte an, das Unternehmen werde 2013 und 2014 rund 20 Millionen Pfund (24 Millionen Euro) an zusätzlichen Steuern zahlen.

Damit verzichtete Starbucks auf Ausnahmen im Steuerrecht wie die Zahlung von Lizenzgebühren für die Markennutzung und den Übertrag der Einnahmen auf andere Filialen.

In Europa hatte Starbucks 1998 sein erstes Café eröffnet, heute sind es 2000 in 35 Ländern. Großbritannien ist für die Kaffeehaus-Kette der wichtigste Markt und der, der in Europa am stärksten wächst, wie Starbucks mitteilte. Im Laufe des Jahres will Starbucks 100 weitere Filialen in Großbritannien eröffnen und dort 1000 neue Jobs schaffen.

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