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Nestlé muss sein Nespresso-Geheimnis in Frankreich lüften


Frankreich  

Nestlé muss sein Nespresso-Geheimnis etwas lüften

18.04.2014, 11:00 Uhr | dpa, AFP, t-online.de

Nestlé muss sein Nespresso-Geheimnis in Frankreich lüften. Nespresso-Kaffee von Nestlé: Zugeständnisse an die Konkurrenz (Quelle: dpa)

Nespresso-Kaffee von Nestlé: Zugeständnisse an die Konkurrenz (Quelle: dpa)

Der Inhalt der beliebten Kaffee-Kapseln und -pads ist aufs Kilogramm umgerechnet enorm teuer. Deshalb wollen die Hersteller der Kaffeemaschinen nicht, dass in ihren Geräten der portionierte Kaffee der Konkurrenz verwendet wird, damit sie die enorme Gewinnspanne selbst abgreifen können. Doch dieses Monopol wackelt - und nach einer aktuellen Entscheidung aus Frankreich noch etwas mehr.

Dort hat sich der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé nun verpflichtet, bei seinem Kaffee-Kapselsystem Nespresso Zugeständnisse an die Konkurrenz zu machen. Nachdem die französischen Wettbewerbshüter Bedenken geäußert hatten, die Nestlé-Tochter könne ihre dominante Marktstellung ausnutzen, will Nespresso nun der Konkurrenz Einblicke in die technischen Details der Maschinen gewähren. Das sei ein Test, der einen Monat laufe, teilte die Behörde mit.

Frankreich ist kein unbedeutender Markt für den Kaffee-Hersteller. Etwa ein Viertel des Nespresso-Umsatzes stammt von hier. Der Behörde zufolge waren 2012 insgesamt 73 Prozent aller in Frankreich verkauften Kapsel-Maschinen und 85 Prozent aller Kaffee-Kapseln von Nespresso.

Infos für die anderen Hersteller

Die Nestlé-Tochter verspricht nun, die Konkurrenzanbieter von Kaffee-Kapseln vorab über technische Veränderungen an den Maschinen zu informieren. Zudem soll die Garantie für die Maschinen auch dann gelten, wenn Verbraucher andere Kapseln als die von Nespresso verwenden. Das Unternehmen will außerdem auf Hinweise verzichten, die ausdrücklich zum Gebrauch der eigenen Kapseln auffordern.

Das System von Nespresso stößt nicht nur in Frankreich auf Widerstand. Seit einigen Jahren drängen andere Unternehmen mit zum Teil deutlich günstigeren Kapseln auf den Markt. Dagegen versucht sich Nespresso zu wehren und Patentschutz geltend zu machen, musste aber immer wieder eine Schlappe einstecken. Im Oktober letzten Jahres hatte die Beschwerdekammer des europäischen Patentbüros ein entsprechendes Patent widerrufen.

Wässriger Kaffee

Wie verschiedene Medien berichten, hatten Nespresso-Maschinen zuletzt nicht einwandfrei funktioniert, wenn Kapseln anderer Hersteller verwendet wurden. Deren Kaffee-Kapseln wurden nicht mehr richtig aufgestochen, weil Nespresso eine feinere Nadel eingebaut habe. Der Kaffee fiel entsprechend wässrig aus.

Für Kaffeeliebhaber ist die Wahl der Kapsel eine Geschmacks-, aber auch eine Kostenfrage: Während mit Original-Nespresso-Kapsel zwischen 35 und 42 Cent pro Tasse anfallen, beträgt der Preis bei Drittanbietern oft nur die Hälfte. Wer Espresso oder Kaffee dagegen selbst zubereitet, zahlt in der Regel höchstens zehn Cent pro Tasse.

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