Sie sind hier: Home > Finanzen > Unternehmen >

Konstruktionschef von General Motors räumt Posten


Tödliche Pannen  

GM-Konstruktionschef räumt den Posten

23.04.2014, 11:06 Uhr | rtr, t-online.de

Konstruktionschef von General Motors räumt Posten. Defekte Zündschlösser in GM-Fahrzeugen führten dazu, dass der Motor mitten im Betrieb ausging (Quelle: dpa)

Defekte Zündschlösser in GM-Fahrzeugen führten dazu, dass der Motor mitten im Betrieb ausging (Quelle: dpa)

Der Autobauer GM zieht eine weitere Konsequenz aus der tödlichen Pannenserie um defekte Zündschlösser. Die Konstruktions-Sparte des Opel-Mutterkonzerns wird umgebaut.

In diesem Zusammenhang wird auch mit dem bisherigen Chef der Sparte, John Calabrese, ein langjähriger Weggefährte der neuen Konzernchefin Mary Barra, im August seinen Posten räumen, wie der größte US-Autobauer mitteilte. Der Bereich werde in die neu geschaffenen Sparten "Globale Produktintegrität" und "Globale Komponenten und Teilsysteme" aufgeteilt. Dadurch solle die Qualität und die Sicherheit der Fahrzeuge verbessert werden.

Der Abschied des 55-jährigen Calabrese, der in den vergangenen 15 Jahren in verschiedenen Positionen mit Barra zusammenarbeitete, habe aber nichts mit dem Zündschloss-Skandal zu tun, sagte GM-Entwicklungschef Mark Reuss. Es ist allerdings der größte Wechsel im Spitzenmanagement seit Beginn des millionenfachen Rückrufs wegen des Defekts im Februar.

GM besetzt mehrere Top-Positionen neu

Angesichts immer komplexerer Systeme im Autobau könne GM mit dem Umbau im Konstruktionsbereich schneller auf mögliche Probleme reagieren, erklärte Reuss. Barra hatte erst im vorigen Monat den altgedienten GM-Manager Jeff Boyer zum Chef für Sicherheitsfragen ernannt.

Bereits in der vergangenen Woche verließen Personalchefin Melissa Howell und Kommunikationschef Selim Bingol das Unternehmen mit sofortiger Wirkung. Zuvor mussten zwei Ingenieure in den Zwangsurlaub.

GM sieht sich in dem Skandal zahlreichen Klagen ausgesetzt. Bei Unfällen, die durch defekte Zündschlösser ausgelöst wurden, starben in den vergangenen Jahren mindestens 13 Menschen, 2,6 Millionen Autos wurden in die Werkstätten zurückgerufen.

GM wusste von den Problemen seit mehr als zehn Jahren

Die US-Behörden untersuchen, warum GM mit dem Rückruf solange wartete, obwohl die Probleme mit den Zündschlössern seit mehr als zehn Jahren bekannt waren. GM ist der Ansicht, dass es für Vorfälle vor dem Jahr 2009, als das Unternehmen aus der Insolvenz kam, nicht belangt werden kann, weil es inzwischen rechtlich ein neues Unternehmen sei.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
30% auf alle bereits reduzierten Artikel!
bei TOM TAILOR
Anzeige
Dein Wunschmix: Daten, MIN/SMS wie du es brauchst
Prepaid wie ich will von congstar
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal