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Apple und Facebook glänzen mit kräftig steigenden Gewinnen

Geschäftszahlen  

Facebook und Apple glänzen mit kräftig steigenden Gewinnen

24.04.2014, 10:22 Uhr | rtr, AFP, dpa-AFX, t-online.de

Apple und Facebook glänzen mit kräftig steigenden Gewinnen. Mit dem iPad in Shanghai bei Facebook surfen - gute Geschäfte erfreuen die Anleger (Quelle: Reuters)

Mit dem iPad in Shanghai bei Facebook surfen - gute Geschäfte erfreuen die Anleger (Quelle: Reuters)

Zwei Technologie-Konzerne aus Amerika überraschen mit guten Geschäftszahlen. So hat das weltgrößte Online-Netzwerk Facebook seinen Gewinn im ersten Quartal 2014 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 642 Millionen Dollar (465 Millionen Euro) fast verdreifacht. Apple steigerte seinen Gewinn um sieben Prozent auf 10,2 Milliarden Dollar. Beide Unternehmen profitierten vom Boom mobiler Geräten. Die Kurse von Facebook-Aktien stiegen nachbörslich um fast vier Prozent, Apple-Papiere gar um acht. Konzernchef Tim Cook will die Anleger nun stärker an Apples prall gefüllten Geldspeichern beteiligen.

Kräftige Zuwächse im Geschäft mit Werbung über Smartphones und Tablets treiben Gewinn und Umsatz bei Facebook weiter in die Höhe. Zudem knackte der von Mark Zuckerberg gelenkte Konzern erstmals die Marke von einer Milliarde Nutzern, die regelmäßig von unterwegs auf den Dienst zugreifen. Branchenexperten reagierten erfreut: "Sie haben die richtigen Produkte für die Wünsche der Werbekunden und das schlägt sich in der Bilanz nieder", sagte Analyst Ronald Josey von JMP Securities.

Werbeeinnahmen sprudeln

Im ersten Quartal 2014 stieg der Umsatz den Angaben zufolge um 72 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar und übertraf die Erwartungen der Analysten. Die Werbeeinnahmen legten um 82 Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar zu.

Dabei trieb Facebook die Verlagerung von PCs zu Smartphones und Tablet-Computern konsequent voran: Aus dem Anzeigengeschäft für das mobile Internet stammen inzwischen 59 Prozent der Werbeeinnahmen. Vor einem Jahr lag der Anteil noch bei weniger als einem Drittel.

Über eine Milliarde Nutzer

"Facebooks Geschäfte sind stark und wachsen, und dieses Quartal war ein großartiger Start für 2014", erklärte Zuckerberg. Die Zahl der Nutzer, die sich täglich einloggen, stieg den Angaben zufolge um 21 Prozent auf 802 Millionen. Davon nutzen 609 Millionen das soziale Netzwerk über Smartphones oder Tablets. Mindestens einmal im Monat schauen 1,3 Milliarden Nutzer bei Facebook vorbei.

Apple stemmt sich gegen Konkurrenzdruck

Auch Apple profitiert von Mobilgeräten. So konnte sich das iPhone gegen den wachsenden Konkurrenzdruck behaupten und beschert Apple wieder Zuwächse bei Umsatz und Gewinn. Der Konzern verkaufte in den vergangenen drei Monaten 43,7 Millionen seiner Smartphones - im Jahresvergleich ein Plus von 17 Prozent.

Das dürfte zwar unter dem allgemeinen Wachstum des Smartphone-Marktes liegen. Aber viele Analysten sahen Apple vor größeren Problemen: Die Zuwächse in dem Geschäft kommen immer mehr aus den Entwicklungsländern - und dort sind vor allem günstige Smartphones gefragt. Der durchschnittliche Preis eines verkauften iPhones sank zwar leicht auf 597 Dollar, ist aber immer noch deutlich höher als der Branchendurchschnitt.

Weniger iPads als erwartet

Der iPad-Absatz hingegen entwickelte sich schwächer als Experten erwartet hatten. Er sank im Jahresvergleich um 16 Prozent auf 16,3 Millionen Geräte. Dabei hatte Apple erst im Herbst die Modellpalette aktualisiert. Cook sagte, vor einem Jahr hätten Produktionsengpässe im Weihnachtsgeschäft 2012 einen ungewöhnlichen Absatzsprung im nachfolgenden Quartal ausgelöst, der die aktuellen Zahlen schwächer aussehen lasse. "Wir glauben nach wie vor, dass die Tablet-Verkäufe in den kommenden Jahren den PC-Absatz überholen werden", betonte Konzern-Chef Cook. Und Apple wolle daran mit dem iPad erheblich teilhaben.

Der Umsatz in dem Ende März abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal stieg im Jahresvergleich um 4,7 Prozent auf 45,6 Milliarden Dollar (33 Millionen Euro). Der Quartalsgewinn lag bei 10,2 Milliarden Dollar. Das waren sieben Prozent mehr als im Vorjahresquartal.

Mehr Dividende, Aktien-Split und -Rückkauf

Zugleich kündigte Apple am Mittwoch einen Aktiensplit im Verhältnis 7 zu 1 an. Die Dividende wird angehoben und der Aktienrückkauf von rund 60 auf 90 Milliarden Dollar ausgeweitet. Die Ausschüttungen erreichen damit den monumentalen Wert von 130 Milliarden Dollar, wie Konzernchef Tim Cook betonte. Das alles ließ die Herzen der Investoren höher schlagen - die Aktie schoss nachbörslich um acht Prozent hoch. Die Anleger beklagten sich schon lange über die mäßige Kursentwicklung beim wertvollsten Unternehmen der Welt.

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