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Kräftiges Umsatz-Plus: Amazon beim Gewinn weiter bescheiden

Kräftiges Umsatz-Plus  

Amazon beim Gewinn weiter bescheiden

25.04.2014, 13:10 Uhr | dpa, t-online.de

Kräftiges Umsatz-Plus: Amazon beim Gewinn weiter bescheiden. Der Online-Händler Amazon steckt viel Geld in seine Logistik und in neue Produkte (Quelle: dpa)

Der Online-Händler Amazon steckt viel Geld in seine Logistik und in neue Produkte (Quelle: dpa)

Trotz kräftig gewachsener Umsätze schreibt der weltgrößte Online-Händler Amazon schmale Gewinne. Die Erlöse sprangen im ersten Quartal im Jahresvergleich um 23 Prozent auf 19,7 Milliarden Dollar. Auch der Gewinn verbesserte sich um knapp 32 Prozent, unterm Strich jedoch nur auf 108 Millionen Dollar, wie das Unternehmen mitteilte. Die Amazon-Papiere legten nachbörslich leicht zu.

Dass der Gewinn bei Amazon im Vergleich zu anderen Technologieunternehmen eher mager ausfällt, liegt an den hohen Investitionen, die Konzernchef Jeff Bezos in Produkte wie den Tablet-Computer Kindle Fire oder in Versandzentren pumpt. Zuletzt verdichteten sich die Hinweise auf ein eigenes Smartphone.

Hohe Kosten für Innovationen

Bezos will zunächst Marktanteile gewinnen und später mit dem Dienste-Angebot Geld verdienen, etwa an Filmen oder Musik. Zuletzt stellte der Konzern die Box Fire TV vor, die Videos aus dem Internet auf den Fernseher bringen kann. Im ersten Quartal stiegen die Ausgaben für Technologie und Inhalte um 44 Prozent auf 1,99 Milliarden Dollar.

Bei den Kosten für den Warenumschlag gab es einen Sprung von 29 Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar. Außerdem habe Amazon die Investitionen in China unter anderem in Logistikzentren erhöht, sagte Finanzchef Tom Szkutak nach Vorlage der Zahlen.

Rendite rückt stärker in den Vordergrund

Zuletzt zeigte sich Amazon zugleich auch bereit, etwas mehr an die Rendite zu denken. So wurde der Preis für das Prime-Programm mit schneller kostenloser Zustellung und einem Videostreaming-Angebot in den USA angehoben. Und Fire TV kostet mit rund 100 Dollar deutlich mehr als Branchenbeobachter zuvor erwartet hatten.

Für das laufende Quartal rechnet Amazon mit einem operativen Verlust zwischen 55 und 455 Millionen Dollar bei einem Umsatzwachstum zwischen 15 und 26 Prozent.

Scharfer Wettbewerb um Internet-Cloud

Amazon ist die Nummer eins im Online-Handel und versucht diese Stellung zu festigen. Nur Stunden vor der Bilanzvorlage berichtete das "Wall Street Journal" von Amazons Ambitionen, vermehrt auch die Lieferung der Pakete an die Kunden selbst zu übernehmen. In kleinerem Umfang geschieht dies schon.

Zudem ist Amazon einer der weltgrößten Anbieter von Computerdiensten aus der Internet-Cloud. Der Konzern steht dabei in scharfem Wettbewerb mit Google und Microsoft. Zuletzt lieferten sich die Rivalen einen Preiskampf.

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