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GfK-Konsumklima: Ukraine-Krise bremst die Verbraucher-Euphorie


GfK-Konsumklima  

Ukraine-Krise bremst die Verbraucher-Euphorie

29.04.2014, 16:36 Uhr | dpa-AFX , rtr , t-online.de

GfK-Konsumklima: Ukraine-Krise bremst die Verbraucher-Euphorie. Die Anschaffungsneigung der Deutschen hat wieder abgenommen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Anschaffungsneigung der Deutschen hat wieder abgenommen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ein anziehender Arbeitsmarkt, passable Tarifabschlüsse und niedrige Inflation: Die Rahmenbedingungen für den privaten Verbrauch sind eigentlich gut. Dennoch stagniert der Konsumklimaindex. Die Ukraine-Krise beginne, die Verbraucher zu verunsichern, teilte die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) mit.

So verharre der Konsumklimaindex für Mai bei 8,5 Punkten - was nichtsdestotrotz der höchste Wert seit gut sechs Jahren ist. Die einzelnen Indikatoren entwickelten sich zuletzt unterschiedlich: Während die Einkommenserwartungen im April auf einen Rekordwert kletterten, schätzten die Befragten die Entwicklung der Konjunktur und ihre eigene Anschaffungsneigung weniger positiv ein als im Vormonat.

Damit ist der seit Mitte 2013 anhaltende Aufwärtstrend beim Konjunkturindikator zum Stillstand gekommen - der Wert tritt seit Februar auf der Stelle. "Offenbar zeigen die Ereignisse in der Ukraine erste Wirkungen", erläuterte die GfK den April-Wert. "Die Annexion der Krim durch Russland sowie die Eskalation in der Ostukraine lassen einen Teil der Konsumenten befürchten, dass die spürbare konjunkturelle Erholung beeinträchtigt werden könnte."

Sparneigung baut hohes Niveau noch aus

Die sehr guten Rahmenbedingungen im Inland - wie ein stabiler Arbeitsmarkt und moderate Inflation - würden dadurch etwas überlagert, analysierten die Konsumforscher. Dies wirke sich auch auf die Anschaffungsneigung aus: Der Indikator gab im April die deutlichen Zugewinne aus dem Vormonat wieder ab. Im Gegenzug stieg die Sparneigung auf weiterhin sehr niedrigem Niveau an.

Ausgesprochen optimistisch sind die Deutschen der repräsentativen Studie zufolge bei der Einkommenserwartung. Das entsprechende Barometer für die Einkommensentwicklung kletterte im April um 6,7 Punkte auf den Rekordwert von 52,3 Zählern, wie aus der Umfrage unter rund 2000 Verbrauchern hervorgeht. Das ist der höchste Wert seit der Wiedervereinigung.

Lohnsteigerungen erwartet

Die Beschäftigten gingen davon aus, dass es in diesem Jahr zu deutlichen Lohnsteigerungen komme, erläuterte die GfK. Auch die niedrige Inflation sorge für mehr Geld im Portemonnaie. Die ersten Tarifabschlüsse in diesem Jahr deuteten darauf hin, dass ein Plus von etwa drei Prozent oder sogar etwas mehr realistisch ist.

Dass die Bereitschaft zum Kauf teurer Güter wie Immobilien oder Möbel etwas nachließ, bringt die GfK mit der erhöhten Sparneigung in Verbindung: "Diese ist vermutlich mit der gestiegenen Verunsicherung einiger Konsumenten zu erklären, die durch die Verschärfung der Ukraine-Krise ausgelöst wurde."

Deutlich mehr Ratenkredite

Gleichzeitig finanzieren die Deutschen ihren Konsum zunehmend auf Pump. In den vergangenen zehn Jahren stieg die Zahl der Ratenkredite um 47 Prozent auf knapp 18 Millionen, wie die Wirtschafts-Auskunftei Schufa mitteilte. Dennoch blieb die Rückzahlungsquote in den vergangenen Jahren stabil bei 97,5 Prozent. "Die Zahlungsmoral der privaten Verbraucher ist sehr gut", sagte Schufa-Chef Michael Freytag in Berlin.

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