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Air Berlin macht erneut hohe Verluste

Erstes Quartal 2014  

Air Berlin macht erneut hohe Verluste

15.05.2014, 10:49 Uhr | dpa-AFX, rtr, t-online.de

Air Berlin macht erneut hohe Verluste. Der Absturz bei Air Berlin geht weiter (Quelle: imago/Ralph Peters)

Der Absturz bei Air Berlin geht weiter (Quelle: imago/Ralph Peters)

Die schwer angeschlagene Fluggesellschaft Air Berlin hat erneut hohe Verluste berichtet. Nach tiefroten Zahlen für 2013 hat die Airline im saisonbedingt schwachen ersten Quartal 2014 rund 210 Millionen Euro Nettoverlust verzeichnet.

Das waren sieben Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie Deutschlands zweitgrößte Fluglinie überraschend mitteilte. "Wir brauchen einen fundamentalen Wandel", sagte Vorstandschef Wolfgang Prock-Schauer. Es gelte, das Geschäft "nachhaltig aufzustellen". Konkrete Schritte ließ er allerdings offen.

Da die reisestarken Osterferien 2014 im Gegensatz zum Vorjahr komplett in den April fielen, ging der Umsatz in den ersten drei Monaten um vier Prozent auf 762 Millionen Euro zurück. Den Verlust vor Steuern und Zinsen (Ebit) konnte Air Berlin um drei Prozent auf 183 Millionen eindämmen.

Sparprogramm "Turbine" kann Rückgang nicht ausgleichen

Prock-Schauer sprach dennoch von "deutlichen Auswirkungen" des laufenden Sparprogramms "Turbine". So habe Air Berlin die Kosten je angebotenem Sitzplatzkilometer jenseits des Treibstoffs im Vergleich zum Vorjahresquartal um 8,2 Prozent gesenkt. Billiger kamen Air Berlin den Angaben zufolge die Einrichtungen an den Flughäfen. Für ihre Flugzeuge habe die Gesellschaft zudem günstigere Leasingverträge ausgehandelt.

Das Programm "Turbine", dem mit rund 900 Arbeitsplätzen rund jede zehnte Stelle im Unternehmen zum Opfer fällt, läuft noch bis Ende des Jahres. Davon sind laut Air Berlin mehr als 600 Stellen bereits abgebaut. Trotz einer auf 143 Maschinen verkleinerten Flotte stockte die Gesellschaft ihr Flugangebot im ersten Jahresviertel um 4,4 Prozent auf. Allerdings blieben in den Maschinen mehr Plätze leer als ein Jahr zuvor.

Großaktionär Etihad schießt Geld zu

Durch den erneuten Quartalsverlust sackte das Eigenkapital kurz vor der inzwischen vereinbarten Finanzspritze des arabischen Großaktionärs Etihad noch weiter ins Minus. Ende März lag es bei minus 399 Millionen Euro nach minus 186 Millionen zum Jahreswechsel. Etihad schießt nun über eine Wandelanleihe schrittweise 300 Millionen Euro frisches Kapital zu, wie beide Seiten Ende April vereinbart hatten. Den regulären Quartalsbericht will Air Berlin wie geplant am heutigen Donnerstag (15. Mai) vorlegen.

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