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Deutsche-Bank-Manager Colin Fan droht Mitarbeitern per Video


Heftige Videobotschaft  

Deutsche-Bank-Manager droht Mitarbeitern

15.05.2014, 15:45 Uhr | oca, AFP, t-online.de

Deutsche-Bank-Manager Colin Fan droht Mitarbeitern per Video. Der oberste Investmentbanker der Deutschen Bank, Colin Fan (Quelle: Reuters)

Der oberste Investmentbanker der Deutschen Bank, Colin Fan (Quelle: Reuters)

Deutschlands größtes Geldhaus, das sich einen "Kulturwandel" und ein Sparprogramm verordnet hat, ist offensichtlich noch längst nicht dort, wo es sein sollte. Jetzt droht der Co-Chef der Investmentbanking-Sparte der Deutschen Bank seinen Mitarbeitern per Video-Botschaft mit "ernsten Folgen für die Karriere", berichtet die Wochenzeitung "Die Zeit".

Jahrelang war das Investmentbanking der Gewinnbringer der Deutschen Bank. Die Skandale um Zinsmanipulationen kamen das Institut teuer zu stehen. Die Bankführung um die neuen Chefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen gab sich kämpferisch: Alles sollte besser werden - vor allen Dingen das Image.

Doch der Weg dahin ist offenbar holpriger als gedacht. Das zeigt ein Video über das die "Zeit" berichtet. Darin droht der Co-Chef der Investmentbanking-Sparte, Colin Fan, seinen Mitarbeitern mit ernsten Konsequenzen: "Einige von euch bleiben weit hinter unseren Standards zurück. Um es klar zu sagen: Unser Ruf ist alles. Zu prahlen, indiskret oder vulgär zu sein ist nicht in Ordnung. Es wird ernste Folgen für eure Karriere haben," so Fan laut der Wochenzeitung.

"Geduld verloren"

Zudem habe Fan bei diesem Thema alle Geduld verloren. "Jede Kommunikation, die auch nur ansatzweise als unprofessionell angesehen werden könnte, hört auf. Jetzt sofort", zitiert ihn das Blatt. Am Ende des Videos wiederholt Fan seine Warnung mit den Worten: "Denkt sorgfältig darüber nach, was ihr sagt und wie ihr es sagt. Wenn nicht, hat das ernste Folgen für euch persönlich." Laut Zeitung verabschiedet sich Fan noch nicht einmal von seinen Mitarbeitern. Kein "Thank you". Kein "Have a nice day".

Eine Sprecherin des Geldhauses bestätigte den Inhalt des Videos und erklärte, dieses sei bewusst in unmissverständlicher Sprache gehalten. Der Film sei Teil eines konzernweiten Kommunikationsprogramms. "Wir erwarten, dass jeder Mitarbeiter unsere Standards versteht und befolgt." Das Kommunikationsprogramm richte sich nicht nur an die Investmentsparte, diese spiele "allerdings eine wichtige Rolle". Neben dem Video gebe es auch Newsletter und Versammlungen, um die Werte, Überzeugungen und Standards der Bank zu vermitteln.

Immer wieder in den Schlagzeilen

Ob der jahrelange Streit mit den Erben des verstorbenen Medienmoguls Leo Kirch, der Skandal um die mutmaßlichen Manipulationen von Devisen-Kursen oder Absprachen von Libor-Zinssätzen: Der Branchenprimus geriet zuletzt immer wieder in die Schlagzeilen. Zudem startete das Unternehmen ohne Schwung ins neue Jahr. Vor allem die anhaltende Flaute im Kerngeschäft Investmentbanking bremste das Geldhaus im ersten Quartal. Der Vorsteuergewinn brach um rund 30 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro ein, unter dem Strich blieb ein Gewinn von 1,1 (Vorjahr: 1,7) Milliarden Euro.

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