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Nike hat mehr Fußball-Stars unter Vertrag als Adidas

Ronaldo, Rooney, Neymar  

Nike übertrumpft Adidas mit Fußball-Stars

29.05.2014, 09:10 Uhr | rtr, t-online.de

Nike hat mehr Fußball-Stars unter Vertrag als Adidas. Kampf auf dem Rasen: Nike kann mehr werbewirksame Fußballer an sich binden als Adidas (Quelle: imago/Team 2)

Kampf auf dem Rasen: Nike kann mehr werbewirksame Fußballer an sich binden als Adidas (Quelle: imago/Team 2)

Der US-Sportartikelhersteller Nike hat einer Studie zufolge mehr Geschick im Verpflichten werbewirksamer Fußballer als der deutsche Konkurrent Adidas. In der Rangliste des Marktforschers Repucom stehen von den zehn Fußballern, die sich weltweit am besten vermarkten lassen, sechs bei Nike unter Vertrag, darunter der Portugiese Cristiano Ronaldo, der Brite Wayne Rooney und der Brasilianer Neymar. Adidas kann der Untersuchung zufolge lediglich drei der zehn Top-Spieler aufbieten - den Argentinier Lionel Messi und die beiden Spanier Fernando Torres und Iker Casillas.

Abgeschlagen mit nur einem Sportler steht der Branchendritte Puma auf der Liste: Unter dessen Fußballern machen die Markforscher lediglich den Franzosen Thierry Henry als Top-Werbeträger aus. Die Statistiker stützen ihre Hitliste auf Umfragen zum Bekanntheitsgrad sowie auf die Zahl der Anhänger bei Facebook und Twitter. Ein deutscher Spieler taucht auf der Rangliste nicht auf.

Zur Weltmeisterschaft ab 12. Juni in Brasilien rüstet Nike auch so viele Nationalteams aus wie keiner der Rivalen: Zehn Mannschaften laufen in den Trikots der Amerikaner auf, neun treten unter dem Adidas-Logo an. Während Nike zum Beispiel Gastgeber Brasilien und England beliefert, schickt Adidas unter anderem Deutschland und Argentinien ins Rennen. Den Titel des WM-Sponsors hat der deutsche Sportausrüster dagegen verteidigt. Er stellt auch den offiziellen WM-Ball.

Kampf um die Marktführerschaft

Nike ist Adidas im Fußballgeschäft auf den Fersen. Die Herzogenauracher sind beim Umsatz mit Schuhen, Bällen und Trikots weiterhin Weltmarktführer: Zuletzt veröffentlichte Adidas eine Zahl von gut 1,7 Milliarden Euro für 2012, knapp 1,8 Milliarden Euro dürften es im vergangenen Jahr gewesen sein, im laufenden WM-Jahr erwartet Vorstandschef Herbert Hainer zwei Milliarden Euro.

Nike erlöste dagegen mit Fußballartikeln zuletzt umgerechnet knapp 1,5 Milliarden Euro, sieht sich aber bei der Zahl der verkauften Fußballschuhe vorn. Hainer spricht dagegen in dieser Kategorie von einem Kopf-an-Kopf-Rennen.

Mit Werbemillionen auf Kundenfang

Zu dem Spektakel in Brasilien mit TV-Zuschauern rund um den Globus leisten sich die beiden Branchenriesen eine beispiellose Werbeschlacht. Adidas investiert dafür Hainer zufolge einen "gehörigen zweistelligen Millionenbetrag", das sei so viel wie noch nie. Angesichts des Zweikampfs von Nike und Adidas hat der wesentlich kleinere Konkurrent Puma seine Kampagne zur Neuausrichtung der Marke auf den Herbst verschoben, um sein Pulver nicht zu verschießen.

Zu Adidas gehört auch die Sportmarke Reebok, während Nike unter anderem Converse im Portfolio hat.

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