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Untergangsszenarien: USA und China vor dem Zusammenbruch

Untergangsszenarien  

Teil 3: USA und China vor dem Zusammenbruch

03.06.2014, 13:28 Uhr | Von Jörg Hackhausen, Handelsblatt

Untergangsszenarien: USA und China vor dem Zusammenbruch. Unterganspropheten: Die nächste Krise kommt bestimmt  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Unterganspropheten: Die nächste Krise kommt bestimmt (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Der Investor Jim Rogers ist bekannt für markige Worte. Er warnte schon vor Jahren, dass das größte Risiko nicht von Europa oder China ausgehe, sondern von den USA. "Wenn sich die Probleme in den USA weiter verschärfen, haben die Politiker keine Mittel mehr zum Geld ausgeben. Dann werden die internationalen Investoren sagen: Wir werden euch kein Geld mehr geben. Das wird in einem Desaster enden", sagte Rogers.

Im Jahr 2011 hielt der Haushaltsstreit in den USA die Finanzmärkte über Wochen in Atem. Das Land hatte sein gesetzlich festgeschriebenes Schuldenlimit  erreicht. Es hieß, den USA drohe die unmittelbare Pleite - mit verheerenden Folgen für den Rest der Welt. Besonders die US-Medien waren voll von bösen Vorahnungen. Am Ende einigte sich die Politik in letzter Minute auf eine Erhöhung der Schuldenobergrenze. Seitdem hat sich dieses Spielchen mehrere Male wiederholt. Die Angst vor der drohenden Pleite der USA ist gewichen, ein gewisser Gewöhnungseffekt eingetreten. Vielleicht ist das die wahre Gefahr. Die größten Katastrophen passieren, wenn niemand damit rechnet.

Das chinesische Finanzsystem wird implodieren

"Die Chinesen sind auf dem Weg in die Hölle. Die Blase wird eher früher als später platzen", behauptete James Chanos bereits im Jahr 2010. Bis heute hält der bekannte Spekulant von Kynikos Associates an dieser Meinung fest.

Nicht nur der Hedge-Fonds-Manager sorgt sich um die ungezügelte Kreditvergabe in China. Banken haben in den vergangenen Jahren massiv Geld unter das Volk gebracht, was oftmals nicht mal in den Bilanzen auftaucht (Stichwort: Schattenbanken). Dadurch sind unter anderem die Immobilienpreise in die Höhe geschnellt.

Die hohe Verschuldung der chinesischen Unternehmen und drohende Zahlungsausfälle bei Anlageprodukten schüren Ängste vor einem Crash. Die Regierung in Peking will die Luft aus der Blase lassen. Das dürfte nicht ohne negative Folgen für das Wirtschaftswachstum und den Immobilienmarkt bleiben. Das Wachstum in China dürfte mit gut sieben Prozent in diesem Jahr geringer ausfallen als gewohnt. Aber: Das kann sich immer noch sehen lassen, wenn man bedenkt, dass China gerade eine komplette Transformation von einer exportorientierten Wirtschaft hin zum Binnenmarkt vollzieht.

Teil 1: Schlechte Zeiten für Schwarzseher
Teil 2: Hyperinflation und Goldstandard
Teil 4: Fazit: Die finale Krise steht noch bevor

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