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Bundesbank-Chef Weidmann warnt vor Risiken der EZB-Maßnahmen

Folgen der EZB-Maßnahmen  

Bundesbank-Chef warnt vor Risiken

10.06.2014, 12:07 Uhr | rtr, t-online.de

Bundesbank-Chef Weidmann warnt vor Risiken der EZB-Maßnahmen. Bundesbank-Chef Weidmann: Das Maßnahmebündel der EZB begünstigt Übertreibungen an den Finanzmärkten (Quelle: dpa)

Bundesbank-Chef Weidmann: Das Maßnahmebündel der EZB begünstigt Übertreibungen an den Finanzmärkten (Quelle: dpa)

Dem Präsidenten der Deutschen Bundesbank zufolge birgt das geldpolitische Lockerungspaket der Europäischen Zentralbank (EZB) durchaus Risiken. "(...) Das Eurosystem muss aufpassen, nicht zu sehr in Marktprozesse einzugreifen und auf diese Weise schädliche Verzerrungen zu erzeugen", warnte Jens Weidmann in der "Börsen-Zeitung".

Zwar seien Vorkehrungen dagegen getroffen, doch könne das Maßnahmenbündel "Übertreibungen an den Finanz- und Immobilienmärkten begünstigen", ergänzte er. "Deswegen haben wir um die Ausgestaltung des Pakets gerungen und müssen wachsam bleiben."

Warnung vor nächster Lockerungs-Runde

Weidmann nannte die EZB-Entscheidungen einen Weckruf an die Politik. "Die Geldpolitik hat ihren Beitrag geleistet", sagte er mit Blick auf die Behebung ökonomischer Probleme in einigen Teilen der Euro-Zone. Zugleich sprach er sich dagegen aus, jetzt schon die nächste Lockerungs-Runde einzuläuten. Die EZB hatte in der vergangenen Woche ihre Geldpolitik noch einmal gelockert und dabei den Leitzins auf 0,15 Prozent gesenkt.

Zuvor hatte der Chef des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Clemens Fuest, vor einer neuen Krise am Finanzmarkt gewarnt. "Mich beunruhigt die Gefahr, dass die EZB mit ihrer Politik des billigen Geldes neue Blasen erzeugt", sagte er dem "Handelsblatt". "Wir haben alle Zutaten einer Blase: Die Preise an den Immobilien- und Aktienmärkten steigen immer weiter, und an den Bondmärkten sinken die Renditen trotz hoher Risiken", so Fuest.

Geld der Sparer richtig umlenken

Auch der Präsident des Münchner Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, hat die EZB-Entscheidung der vergangenen Woche scharf kritisiert. Gegenüber der "Welt am Sonntag" sagte er: "Die EZB-Politik hält Unternehmen in den Krisenländern am Leben, die nicht mehr wettbewerbsfähig sind und nur noch als Kapitalvernichtungsmaschinen dahin vegetieren." Wichtiger wäre es, das Geld der Sparer dorthin zu lenken, wo es echte Renditen liefere und dauerhafte Arbeitsplätze schaffe.

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