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Riesenflieger Airbus A380 ist nicht dicht - viele Türen müssen umgerüstet werden


Nach Druckabfall  

Airbus muss Türen bei Riesenflieger A380 umrüsten

18.06.2014, 19:49 Uhr | dpa-AFX

Riesenflieger Airbus A380 ist nicht dicht - viele Türen müssen umgerüstet werden. Viele Türen beim Airbus A380 machen während des Fluges Geräusche und müssen modifiziert werden (Quelle: dpa)

Viele Türen beim Airbus A380 machen während des Fluges Geräusche (Quelle: dpa)

Das größte Passagierflugzeug der Welt ist nicht richtig dicht. Nach einem Druckabfall bei seinem Flaggschiff A380 wird der Flugzeugbauer Airbus nun Umbauten an den Türen vornehmen. "Etwa zehn Prozent der Türen müssen modifiziert werden", sagte ein Airbus-Sprecher und bestätigte damit im Grundsatz einen Bericht des NDR "Hamburg Journals". Der Kurs der Airbus-Aktie zeigte am Mittwoch deutlich abwärts.

Die Behauptung des NDR, Türen des Flugzeugs hätten sich während des Flugs geöffnet, wies der Sprecher jedoch zurück. "Die Tür kann sich schon rein physikalisch nicht während des Fluges öffnen." Der Luftdruck presse sie in ihre Halterung.

Dem Bericht zufolge sollen sich bereits mehrere Fluggesellschaften bei Airbus über das Problem mit den Türen beklagt haben. "Sie vibrieren, machen Geräusche", zitiert das Magazin aus einem internen Bericht. Laut Airbus gibt es dabei allerdings kein Sicherheitsproblem.

Türen sitzen nicht richtig im Rahmen

Bei dem Umbau gehe es um den Übergang zwischen Tür, Dichtung und Rahmen. Dadurch soll die Tür besser im Rahmen sitzen. Eine technische Lösung sei bereits entwickelt. Die Umbauten würden zusammen mit regulären Wartungsmaßnahmen umgesetzt, so dass die Maschinen nicht gesondert aus dem Betrieb gezogen werden müssten.

Im Januar war eine A380 von Singapore Airlines nach einem Druckabfall in der Kabine mit fast 500 Menschen an Bord außerplanmäßig in Aserbaidschan gelandet. Die Sauerstoffmasken seien ausgelöst worden, und die Maschine sei sicher gelandet, hatte die Fluglinie damals mitgeteilt. Es sei niemand verletzt worden.

Tragflächen-Teile ausgetauscht

Bereits früher waren an der A380 Haarrisse innerhalb der Tragflächen aufgetreten. Airbus musste daraufhin die betroffenen Teile an allen ausgelieferten Maschinen des Typs austauschen. Den Konzern kostete dies einen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag.

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