Sie sind hier: Home > Finanzen > Unternehmen >

Studie warnt: Deutsche Firmen investieren hierzulande immer weniger


Studie warnt  

Deutsche Firmen investieren immer weniger auf Heimatmarkt

22.06.2014, 12:51 Uhr | t-online.de

Studie warnt: Deutsche Firmen investieren hierzulande immer weniger. Abschied auf Raten? Die deutsche Wirtschaft investiert immer weniger in die heimische Produktion (Quelle: dpa)

Abschied auf Raten? Die deutsche Wirtschaft investiert immer weniger in die heimische Produktion (Quelle: dpa)

Die Wirtschaft in Deutschland investiert immer weniger auf ihrem Heimatmarkt. Das meldet die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf eine Studie der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). "Der Trend geht dahin, dass kleine und mittlere Unternehmen ihre Investitionen abschmelzen und große Unternehmen netto gar nicht mehr in Deutschland investieren", wird KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner zitiert.

Seit 2004 seien die Nettoinvestitionen von Großunternehmen - also die Investitionen abzüglich der Abschreibungen - mit rund 100 Milliarden Euro im Minus. Beim Mittelstand sehe es auf dem Papier zwar besser aus. So übertreffen die Nettoinvestitionen dem Bericht zufolge seit 2004 die Abschreibungen um 350 Milliarden Euro. Seit 2006 weise der Trend aber auch hier nach unten.

"Unternehmen melden sich nicht ab"

So sei die so genannte Investitionsdeckung, die das Verhältnis aus Neuinvestitionen und Abschreibungen beschreibt, seit ihrem Höchstwert 2006 von 156 auf 116 Prozent gefallen. Gleichzeitig sei der Anteil der kleineren Firmen, deren Abschreibungen die Investitionen übersteigen, von 50 auf 56 Prozent gestiegen.

Mit Blick auf exportstarke deutsche Unternehmen gehen Experten laut "Welt am Sonntag" davon aus, dass diese bevorzugt in ausländische Absatzmärkte investieren, wobei solche Investments zu Lasten inländischer Projekte gingen: "Deutsche Unternehmen melden sich nicht beim Einwohnermeldeamt ab", habe der Vize-Fraktionsvorsitzender der Union im Bundestag, Michael Fuchs, deshalb gewarnt.

Derweil fordert KfW-Experte Zeuner, dass man aufpassen müsse, "dass wir nicht durch ein Übermaß zusätzlicher Belastungen unseren derzeit noch brummenden Wirtschaftsmotor überfordern oder gar abwürgen".

Großzügigere Abschreibungsregeln

Zwar wolle er noch keine Panik verbreiten, dennoch müsse die Politik "die Entwicklung genau beobachten und Ursachenforschung betreiben." Gegebenenfalls müsse sie gegensteuern, etwa über großzügigere Abschreibungsregeln, schlägt Zeuner vor.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal