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Scharf auf Rendite: Hungrige Investoren lieben Deutschland

Scharf auf Rendite  

Hungrige Investoren lieben Deutschland

25.06.2014, 22:37 Uhr | AFP, rtr, dpa-AFX

Scharf auf Rendite: Hungrige Investoren lieben Deutschland . Bankenmetropole Frankfurt: Bei internationalen Fondsmanagern ist Deutschland das beliebteste Anlageziel (Quelle: dpa)

Bankenmetropole Frankfurt: Bei internationalen Fondsmanagern ist Deutschland das beliebteste Anlageziel (Quelle: dpa)

Schweiz, Niederlande, Frankreich flop, Deutschland top: So lautet das Ergebnis einer Umfrage der Bank of America und Merrill Lynch, die 223 internationale Finanzmanager zu ihren bevorzugten Anlagezielen befragt haben. Dabei zeigt sich, dass einerseits die Eurozone ganz vorne in der Gunst der Investoren liegt, und dabei wiederum Deutschland mit Abstand obenauf liegt. Doch das muss keineswegs ein Grund zur Freude sein, sondern kann sich durchaus negativ auf die hiesige Wirtschaft auswirken.

Laut der Umfrage, über die "welt.de" berichtet, verspricht sich die überwiegende Zahl der Profi-Anleger, die dem Bericht zufolge rund 580 Milliarden Dollar verwalten, in der Euro-Zone die besten Renditechancen. Erst mit weitem Abstand folgen Japan und die USA als Investmentziele.

Deutschland immer geliebter

Innerhalb Europas gehen die Niederlande und Frankreich als unbeliebteste Anlageziele aus der Umfrage hervor. Wie es heißt, habe die große Mehrheit der Fondsmanager diese Länder in ihren Portfolios bereits untergewichtet.

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Ganz anders Spanien, Italien und Deutschland, die schon in vergangenen Umfragen vorn gelegen hätten. In den vergangenen Wochen habe sich dieses Bild aber verschoben, so "welt.de", und zwar vor allem zugunsten Deutschlands, für das sich der Zuspruch dem Bericht zufolge praktisch verdoppelt habe.

Gute Gewinne, hohe Dividenden

"Ich liebe Deutschland", wird Investmentmanager Juan Nevado von der britischen Fondsgesellschaft M&G zitiert. "Deutschland hat die besten Firmen der Welt, beispielsweise in der Automobilbranche und im Maschinenbau, und die börsennotierten deutschen Firmen bemühen sich um ihre Anteilseigner." Das soll so viel heißen, dass sie gute Gewinne erzielen und obendrein hohe Dividenden ausschütten.

Hinzu komme, dass, dass die "die Zinsen (...) derzeit eigentlich zu niedrig für die deutsche Wirtschaft" seien, so Nevado. Immerhin ist hierzulande im laufenden Jahr mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von knapp zwei Prozent zu rechnen, wie beispielsweise die Wirtschaftsweisen im März prognostizierten. Noch dazu ist die Arbeitslosigkeit in Deutschland auf einem extrem niedrigen Niveau.

Leitzinsen eigentlich viel zu niedrig

Vor allem vor diesem Hintergrund wären in Deutschland an und für sich deutlich höhere Leitzinsen angemessen. Mit Blick auf die gesamte Eurozone und die hohe Arbeitslosigkeit wie in Griechenland oder Spanien lockert die Europäische Zentralbank ihre Geldpolitik derzeit aber sogar noch weiter - und stimuliert damit die Konjunktur zusätzlich.

"Davon profitieren die deutschen Unternehmen", zitiert "welt.de" Fondsmanager Nevado. "Sie können sich derzeit praktisch zum Nulltarif Geld leihen", was sie in die weitere Expansion stecken können. Ein Szenario also, das für Investoren geradezu ideal ist.

Anlagerfieber droht

Anzunehmen ist, dass die Phase der niedrigen Leizinsen noch eine ganze Weile anhält. Doch das kann nach Ansicht von Andrew Bossomworth, Anlagespezialist bei der Allianz-Tochter Pimco, durchaus unangenehme Auswirkungen haben. Denn "dann käme es zu einer Vermögenspreisinflation, vor allem in Deutschland", wird er zitiert. Wie es heißt, wäre hiervon vor allem der Immobilienmarkt betroffen, wo die Preise immer weiter anziehen dürften, weil immer mehr Menschen darin die einzige Möglichkeit für positive Renditen erkennen würden.

Demzufolge sehen die Fondsmanager der Umfrage nach in dem Phänomen "Anlagefieber" eine der größten aktuellen Gefahren, wie "welt.de" schreibt. Gemeint sei eine Anlagepanik vieler Sparer, die sie dann zu unüberlegten und teuren Fehlinvestitionen treibt. Über 20 Prozent der Profi-Investoren würden dies inzwischen als die größte Gefahr sehen.

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