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Hauptsponsor Evonik steigt bei Borussia Dortmund ein


Neue finanzielle Dimensionen  

Borussia Dortmund landet Mega-Deal mit Hauptsponsor

27.06.2014, 14:38 Uhr | sid, dpa

Hauptsponsor Evonik steigt bei Borussia Dortmund ein . Der Geschäftsführer von Borussia Dortmund, Hans-Joachim Watzke (re) und der Vorstandsvorsitzende von Evonik, Klaus Engel, freuen sich über den Deal. (Quelle: dpa)

Der Geschäftsführer Borussia Dortmund, Hans-Joachim Watzke (re) und der Vorstandsvorsitzende von Evonik, Klaus Engel (Quelle: dpa)

Der börsennotierte deutsche Vizemeister Borussia Dortmund hat den Vertrag mit seinem Hauptsponsor Evonik vorzeitig bis 2025 verlängert. Gleichzeitig wird der Essener Chemiekonzern im Rahmen einer Kapitalerhöhung Anteilseigner des BVB, der durch den Mega-Deal mit einem Gesamtpaket von etwa 300 Millionen Euro in neue finanzielle Dimensionen vorstößt. Die Position als zweite große deutsche Bundesliga-Kraft neben Bayern München wird gefestigt. Die BVB-Aktie rutschte an der Börse dennoch ins Minus.

Der Hauptsponsor der Schwarz-Gelben wird Aktien in Höhe von gut neun Prozent des erhöhten Grundkapitals im Wert von etwa 26,7 Millionen Euro erwerben. Der Einstieg beim Traditionsklub soll über eine Kapitalerhöhung vollzogen werden. Evonik wird dann zweitgrößter Aktionär bei der Borussia Dortmund AG. Die Evonik-Aktie zeigte sich unterdessen nur wenig verändert.

Allein aus dem nun noch elf Jahre laufenden Werbevertrag wird der BVB rund 200 Millionen Euro kassieren. Bisher war der bis 2016 datierte Kontrakt mit jährlich geschätzten zwölf Millionen Euro dotiert, was sich nach Informationen der "Ruhr Nachrichten" auf etwa 18 Millionen Euro erhöhen wird.

Weitere Investoren in der Pipeline

Der BVB hat gleichzeitig die Basis für den möglichen Einstieg eines zweiten externen Investors geschaffen. Dieses genehmigte Kapital in Höhe von knapp 24,6 Millionen Euro könnte zu einem späteren Zeitpunkt von Evonik oder einem anderen strategischen Partner erworben werden.

Ob es bereits weitere Investoren gebe? "Das kommentieren wir nicht. Wir führen Sondierungsgespräche mit mehreren Unternehmen. Aber ja, das sind nicht unendlich viele", sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. "Wir haben eine Situation geschaffen, über die wir sehr erfreut sind. Die Bayern haben diesen Weg schon vor Jahren beschritten. Wir wollen weiterhin erfolgreich und sympathisch sein."

Erst im Februar war der Versicherungskonzern Allianz für 110 Millionen Euro mit 8,3 Prozent dritter großer Anteilseigner an der FC Bayern München AG geworden. "Das Modell der Bayern ist sehr positiv. Idealerweise hat man zwei bis drei strategische Partner mit einer entsprechenden Größe. Es muss aber passen", so der BVB-Boss weiter.

"Es gibt schlimmere Schicksale, als komplett schuldenfrei zu sein."

Doch Watzke ließ keinen Zweifel an dem Fortbestand der Vereinspolitik. "Wir bleiben ganz konservativ. Wir werden darüber nachdenken, die Stadionverbindlichkeiten komplett abzulösen. Eventuell ziehen wir den Kauf der Geschäftsstelle vor. Und wenn das alles so kommt, bleibt noch ein Batzen Festgeld übrig. Es gibt schlimmere Schicksale, als komplett schuldenfrei zu sein."

Keinen Zweifel ließ der 55-Jährige auch an den sportlichen Ambitionen. Mit dem neuen Kapital wolle man weiter wachsen. Dazu gehöre auch die Verpflichtung neuer Spieler, erklärte Watzke. Kurzfristig wolle man sich weiterhin um den Freiburger Nationalspieler und WM-Teilnehmer Matthias Ginter bemühen. Der BVB hoffe, doch noch einen Weg zur Einigung mit den Breisgauern zu finden, die einen Wechsel des 20-Jährigen kürzlich kategorisch abgelehnt hatten.

Watzke bereit zur Vertragsverlängerung

"Der neue Sponsoring-Vertrag und die Beteiligung von Evonik gibt uns die Möglichkeit, auch künftig mit Top-Spielern hierzulande und im Ausland dauerhaft ganz vorne mitzuspielen", stellte Watzke fest. Die Zukunft scheint rosig für den BVB, ein vielversprechender "schöner Tag" war es für Watzke allemal.

Auch seine eigene Zukunft kam zur Sprache. Watzke erklärte, dass er mit dem BVB-Präsidenten Reinhard Rauball ein Gespräch über seine vertragliche Situation zum Jahresende vereinbart habe. Sportdirektor Michael Zorc hatte seinen Kontrakt bereits bis 2019, Erfolgstrainer Jürgen Klopp bis 2018 verlängert. "Das ist mein Verein. Ich bleibe beim BVB oder höre auf", sagte Watzke, der seit 2005 BVB-Geschäftsführer ist.

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