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BER-Kosten steigen abermals: Hauptstadt-Flughafen verschlingt weitere Milliarde


BER-Kosten steigen abermals  

Hauptstadt-Flughafen verschlingt weitere Milliarde

01.07.2014, 07:08 Uhr | rtr, dpa, t-online.de

BER-Kosten steigen abermals: Hauptstadt-Flughafen verschlingt weitere Milliarde. Der Kostenrahmen für den BER summiert sich nun auf 5,4 Milliarden Euro (Quelle: dpa)

Der Kostenrahmen für den BER summiert sich nun auf 5,4 Milliarden Euro (Quelle: dpa)

Der neue Berliner Großflughafen BER verteuert sich weiter. Brandenburg, Berlin und der Bund verabreichen dem Airport eine zweite Finanzspritze in Milliardenhöhe. Der Aufsichtsrat hat die Forderung des Geschäftsführers Hartmut Mehdorn von 1,1 Milliarden Euro gebilligt und damit den Kostenrahmen für den drittgrößten deutschen Flughafen auf 5,4 Milliarden Euro erhöht.

Außerdem gab das Kontrollgremium Geld frei, mit dem Mehdorn eine Erweiterung des neuen Flughafens planen kann. Die Betreiber-Gesellschaft steckt unterdessen tief in den roten Zahlen. "Wir sind sicher, mit dieser Summe den Flughafen Klassik, also so wie erst ist, fertig zu stellen", sagte Mehdorn nach der Sitzung des Kontrollgremiums.

"Einstimmiger Beschluss"

Nach Bedenken vor allem aus Brandenburg, wo im September ein neuer Landtag gewählt wird, betonte der Berliner Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) als Aufsichtsratschef: "Dies ist ein einstimmiger Beschluss und das ist auch Konsens." Er erwarte nun die Zustimmung der Flughafen-Gesellschafter. Das Unternehmen gehört Berlin, Brandenburg und dem Bund.

Wowereit erwartet zudem, dass die EU-Kommission die Finanzspritze genehmigt. "Wir haben beim letzten Verfahren gesehen, das ging relativ schnell." Die EU-Wettbewerbsbehörde wacht darüber, dass keine unzulässigen staatlichen Beihilfen fließen. Sie hatte auch die vorige Finanzspritze von 1,2 Milliarden Euro vor zwei Jahren bewilligt.

Vom Start weg zu klein kalkuliert

Laut Mehdorn entfallen die 1,1 Milliarden Euro zu jeweils einem Drittel auf Umbauten, den Schallschutz und einen vorsorglichen Puffer. Enthalten ist auch die Sanierung einer Start- und Landebahn, die der Neubau vom alten Flughafen Schönefeld nebenan übernimmt.

Das Kontrollgremium gab außerdem fünf Millionen Euro frei, um Kapazitätserweiterungen zu planen. Denn der neue Flughafen ist für 27 Millionen Passagiere jährlich geplant und könnte damit vom Start weg zu klein sein.

Schönefelder Flughafen weiter nutzen

Mehdorn will deshalb das Terminal des benachbarten bisherigen Schönefelder Flughafens weiternutzen. Dort plant der Bund aber auch sein neues Regierungsterminal. Wowereit sagte, eine Lösung im Konsens liege hier auch im Interesse des Bundes.

Die Betreiber kalkulieren damit, dass der Flughafen zum Jahreswechsel 2015/2016 fertig gebaut ist - mit mehr als vier Jahren Verspätung, was auf Baumängel, Planungsfehler und Technikprobleme zurückzuführen ist. "Das ist noch kein Termin, das ist einfach eine Planungsannahme", stellte Mehdorn klar. Er bleibe dabei, dass er am Jahresende einen Eröffnungstermin nennen werde.

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