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Neue Chancen für Gold - Vorsicht beim Schmuckkauf im Urlaub

Edelmetall  

Neue Chancen für Gold - Vorsicht beim Schmuckkauf im Urlaub

01.07.2014, 16:00 Uhr | t-online.de, rtr

Neue Chancen für Gold - Vorsicht beim Schmuckkauf im Urlaub. Abgedroschenes Sprichwort wird oft vergessen: Es ist nicht alles Gold, was glänzt (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Es ist nicht alles Gold, was glänzt (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Seit dem Jahr 2012 schien Gold seinen Glanz verloren zu haben. Doch die Krise im Irak und die andauernde Niedrigzinspolitik der Notenbanken dürfte den Goldpreis wieder nach oben treiben. Das prognostizieren jedenfalls Analysten. Allerdings: Skrupellose Händler könnten die neue Aufmerksamkeit der Anleger ausnutzen - gerade in der Urlaubssaison.

Seit dem Zwischenhoch im Jahre 2012 bei knapp 1800 US-Dollar pro Feinunze (31,1 g) rutschte der Goldpreis unter Schwankungen ab. Einen Tiefpreis markierte Gold zum Jahresende 2013 bei 1182 Dollar (bzw. 830 Euro). In den ersten sechs Monaten hat sich das als sicherer Hafen gefragte Edelmetall wieder um rund zehn Prozent verteuert. Am Dienstag kletterte der Goldpreis in der Spitze bis auf 1332 Dollar (ca. 973 Euro) - ein Drei-Monats-Hoch.

Goldpreis klettert wieder

Am Markt gebe es viele Unsicherheiten, die den Goldpreis in diesem Quartal weiter stützen sollten, sagte Howie Lee, Analyst bei Phillip Futures. Investoren behielten vor allem die Entwicklung im Irak im Blick, wo die Regierung gegen den Vormarsch der Islamisten-Gruppe Isis kämpft. Gleichzeitig sorgt auch die Zinspolitik der Notenbank für viele Fragezeichen. Anleger rätseln darüber, wann die US-Notenbank Fed die Leitzinsen zum ersten Mal anheben wird. Solange die Zinsen niedrig bleiben, wird Gold gern als Inflationsschutz benutzt.

Organisierte Banden in Urlaubsregionen

Mit dem wieder anziehenden Goldpreis haben auch Betrüger wieder Konjunktur. Der Edelmetall-Händler ProAurum warnt jetzt insbesondere vor Stempelfälschern, die vermeintlich wertvollen Schmuck abseits von regulären Geschäften zu Schnäppchenpreisen anbieten. Besonders in Urlaubsregionen sind immer wieder organisierte Verbrecherbanden unterwegs und bringen falsch gestempelte Waren in den Umlauf.

"Autobahngold“ nennen sich diese Betrügerwaren, weil sie gerne an untypischen Orten wie Autobahnraststätten, an der Haustüre oder in Urlaubsorten angeboten werden. Immer da, wo gerade kein Edelmetall-Experte zu erwarten ist, der den unfairen Deal entlarven könnte. Ganze Banden sind unterwegs und bieten Uhren, Ringe, Besteck, Pillendöschen oder Zigarettenetuis zu Sonderpreisen an, die sich hinterher nur allzu oft als Billig-Ramsch herausstellen.

Zunehmende Betrugsfälle

Woran aber erkennt man ein wertvolles Schmuckstück? Ganz sicher nicht am Stempel allein. Denn hier sind Fälschern Tür und Tor geöffnet. Auf wertlosen Tand werden Stempel als Siegel von hoher Reinheit gedrückt und dem Käufer als wertvolles Goldstück angedreht.

"Die landen dann oftmals wieder bei mir auf dem Tisch“, weiß Daniel Schröder, der in München Schmuck- und Edelmetallstücke analysiert und bewertet. Häufig hat es der qualifizierte Goldschmiedemeister mit grobgliedrigen Goldkettchen oder breiten Silberringen zu tun, die den gutgläubigen Käufern als wertvoller Schmuck verkauft worden sind. Ganze Serien davon kursieren auf dem Markt.

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Wertloses Metall mit dünner Goldschicht überzogen

Für den Laien ist es schwer, einen Stempel als Fälschung zu erkennen. Da gibt es vermeintliche Goldringe, die mit einem 750er-Stempel versehen sind. Das entspräche einem Goldgehalt von 75 Prozent. In Wirklichkeit handelt es sich aber um ein Doublé, das lediglich mit einer hauchdünnen Goldschicht überzogen ist. Der Großteil des Materials besteht in diesem Fall aus unedlen Metallen und ist so gut wie wertlos.

Schmuck aus reinem Gold gibt es nicht. Das hat praktische Gründe, weil das Edelmetall in seiner reinen Form zu weich zum Verarbeiten wäre. Also werden andere Metalle wie Silber, Kupfer, Nickel oder Zink beigemischt bzw. legiert, um die Stabilität, die Farbe und die Bearbeitungsqualität zu erhöhen.

Der Anteil an Gold wird Feingehalt genannt und in Tausendteilen gestempelt. Früher drückte man den Feingehalt bei Gold in Karat aus. Goldschmuck mit einer 750-Gelbgold-Legierung beispielsweise besitzt überwiegend Goldanteile. Bei einer 585er-Stempelung ist der Goldanteil schon deutlich reduziert und bei einer 333-Legierung sollte man schon gar nicht mehr von Goldschmuck sprechen.

Wertvollen Schmuck nur bei renommierten Händlern kaufen

Auf die Stempelung ist also nicht zwingend Verlass. Um den wohlverdienten Urlaub zu genießen und kein Geld in den Sand zu setzen, ist gesundes Misstrauen angebracht. "Ich rate daher dringend, wertvolle Edelmetall-Stücke nur beim Juwelier des Vertrauens oder in einem renommierten Fachgeschäft einzukaufen", betont Schröder. Soll es statt Schmuck auch mal eine Münze oder ein Barren sein, lohnt ein Blick ins Internet. Interessierte sollten dort jedoch die Preise der vielen Händler vor einem Kauf vergleichen.

Für den Experten steht fest, dass niemand etwas zu verschenken hat. "Wenn mir jemand ein Schnäppchen anbietet, wäre ich vorsichtig. Denn keiner hat Grund Gold oder Silber unter Wert zu verkaufen."

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